Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp hat seinen ersten DFB-Kader berufen. Der 59-Jährige sorgt für viele personelle Überraschungen. Auch der FC Bayern ist davon betroffen.
In den vergangenen Tagen wurde viel über die bevorstehende Kadernominierung von Jürgen Klopp diskutiert. Nun ist die Katze aus dem Sack. Der neue Bundestrainer hat am Donnerstag seinen Kader für die vier anstehenden Nations-League-Spiele bekannt gegeben.
Für die vier Länderspiele gegen die Niederlande, Griechenland, Serbien und nochmals Griechenland hat Klopp insgesamt 44 Spieler berufen.
Wie bereits im Vorfeld erwartet wurde, hat sich Klopp bewusst dazu entschieden, einen XXL-Kader zu nominieren, um möglichst viele Spieler kennenzulernen und zu testen. Klopp plant, den erweiterten Kader in zwei Teams aufzuteilen, sodass es am 27. September einen Spieleraustausch geben wird. Das sogenannte „Team 1“ wird die Nations-League-Spiele gegen die Niederlande in Amsterdam (24. September) und Griechenland in Augsburg (27. September) bestreiten. Nach dem zweiten Spiel werden Spieler abreisen und neue dazustoßen. „Team 2“ wird dann die Spiele gegen Serbien in München (1. Oktober) und das Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki (4. Oktober) austragen.
Klopp nominiert auch Gnabry und Musiala
Eine solche Herangehensweise gab es zwar in der Vergangenheit noch nie, jedoch ist die bevorstehende Länderspielphase auch eine Woche länger als gewohnt.
Klopp äußerte sich wie folgt zu diesem neuen Ansatz: „Das ist sehr ungewöhnlich, dass wir vier Spiele haben. Wir haben keine A- oder B-Mannschaft gemacht. Wir wollen alle vier Spiele gewinnen. Das Ziel ist es, so viele Eindrücke wie möglich von den Spielern zu bekommen“, betonte dieser auf der PK.
Mit Jonas Urbig, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Serge Gnabry, Nathaniel Brown, Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof, Jonathan Tah und Lennart Karl sind insgesamt neun Spieler vom deutschen Rekordmeister dabei. Damit stellen die Bayern weiterhin den größten Block in der deutschen Nationalmannschaft.
Etwas überraschend ist die Nominierung von Serge Gnabry. Der 31-Jährige hat seit April kein Spiel mehr bestritten und feierte erst vor kurzem sein Kader-Combeack nach seiner Adduktorenverletzung.
Auch Jamal Musiala wurde trotz seiner gesundheitlichen Probleme in den vergangenen Wochen nominiert.
„Wir haben drei Spieler, die eine schwierigere Zeit hinter sich haben, mit Nico Schlotterbeck, Jamal Musiala und Serge Gnabry. Wenn es irgendwie geht, wollen wir die drei alle zwei Wochen dabeibehalten, um ihnen Rhythmus zu geben und sie im normalen Mannschaftstraining zu haben. Und Finn Dahmen ist in beiden Kadern dabei, ein hochtalentierter Torwart, den ich gerne länger sehen würde“, erklärte Klopp zu diesen beiden Personalien.
Der DFB-Kader für die Spiele gegen die Niederlande und Griechenland
Tor: Finn Dahmen, Alexander Nübel, Marc-André ter Stegen
Abwehr: Hennes Behrens, Yann Aurel Bisseck, Nathaniel Brown, Max Rosenfelder, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Philipp Treu, Josha Vagnoman
Mittelfeld: Nadiem Amiri, Bambasé Conté, Yannik Engelhardt, Chris Führich, Serge Gnabry, Lennart Karl, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Felix Nmecha, Kevin Schade, Anton Stach
Angriff: Younes Ebnoutalib, Kai Havertz
DFB-Kader für die Spiele gegen Serbien und Griechenland
Tor: Noah Atubolu, Finn Dahmen, Jonas Urbig
Abwehr: Waldemar Anton, Ridle Baku. Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, David Raum, Malick Thiaw
Mittelfeld: Karim Adeyemi, Mika Baur, Tom Bischof, Saïd El Mala, Brajan Gruda, Vitaly Janelt, Felix Keidel, Aleksandar Pavlovic, Derry Scherhant, Florian Wirtz
Angriff: Jonathan Burkardt, Nick Woltemade










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