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Kuriose Olise-Auftritte: Bayern war auf alles vorbereitet
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Kuriose Olise-Auftritte: Bayern war auf alles vorbereitet

Michael Olise sorgt derzeit nicht nur mit seinen Leistungen für Gesprächsstoff. Auch das öffentliche Auftreten des 24-Jährigen wird intensiv diskutiert. Sein ungewöhnlicher Look beim Wiesn-Besuch des FC Bayern war dabei nur das jüngste Beispiel. Für die Verantwortlichen in München kommt Olises eigenwillige Art allerdings keineswegs überraschend.

Nach Informationen der BILD beschäftigten sich die Bayern bereits vor seiner Verpflichtung im Sommer 2024 ausführlich mit der Persönlichkeit des Franzosen. Dabei holten sie sich auch Informationen bei einem Mann, der Olise aus der täglichen Zusammenarbeit kannte: Oliver Glasner.

Der heutige Nottingham-Trainer hatte Olise 2024 mehrere Monate bei Crystal Palace trainiert. Sportdirektor Christoph Freund bestätigte bereits im April 2025, dass es vor dem Transfer einen Austausch mit Glasner gegeben hatte.

Bayern informierte sich genau über Olise

Bei den Gesprächen soll es nicht ausschließlich um Olises fußballerische Fähigkeiten gegangen sein. Auch seine Persönlichkeit und sein Verhalten abseits des Rasens waren demnach ein Thema.

Für die Münchner war das durchaus relevant. Schon während seiner Zeit in England fiel Olise durch ungewöhnliche Interviews und seine zurückhaltende Art auf. Bayern wollte deshalb offenbar genau wissen, welchen Charakter man sich mit dem hochveranlagten Offensivspieler in die Kabine holt.

Die Rückmeldungen Glasners sollen dabei geholfen haben, mögliche Bedenken auszuräumen. Der Österreicher äußerte sich später auch öffentlich sehr positiv über seinen ehemaligen Schützling.

„Michael ist so, wie er ist. Kurz angebunden, kein Mann von großen Worten. Er lässt die Taten auf dem Platz sprechen. Er ist Fußballer und kein Rhetoriker! Das muss aber auch nicht sein“, erklärte Glasner im August 2025.

Für den früheren Palace-Coach steht ohnehin eine andere Seite Olises im Vordergrund.

„Michael ist ein toller Mensch“

Michael Olise
Foto: IMAGO

„Wir alle haben lieber so einen begnadeten Fußballer, der es auf dem Platz zeigt, als einen, der große Sprüche klopft, aber auf dem Platz nichts folgen lässt. Michael ist ein toller Mensch. Und ich finde es auch wichtig, dass man ihn so akzeptiert, wie er ist – und dass man einfach große Freude an ihm als Fußballer hat.“

Diese Einschätzung deckt sich mit dem Bild, das die Bayern-Verantwortlichen und seine Mitspieler regelmäßig zeichnen. Aus der Mannschaft heißt es immer wieder, dass Olise intern wesentlich kommunikativer sei, als es seine öffentlichen Auftritte vermuten lassen.

Auch Vincent Kompany und Max Eberl haben ihren Star wiederholt gegen Kritik verteidigt. Dass der Franzose keine große Begeisterung für Interviews oder öffentliche Inszenierungen zeigt, wird beim Rekordmeister bislang nicht als entscheidendes Problem betrachtet.

Die aktuellen Diskussionen dürften die Verantwortlichen deshalb kaum überraschen. Schon vor der Verpflichtung für rund 51 Millionen Euro wussten die Münchner offenbar, dass Olise seinen eigenen Umgang mit der Öffentlichkeit pflegt.

Sportlich gibt es ohnehin kaum Anlass für Diskussionen. In den ersten sieben Pflichtspielen der neuen Saison kommt Olise bereits auf acht Tore und vier Vorlagen. Seit seinem Wechsel nach München hat er in 114 Einsätzen 50 Treffer erzielt und weitere 58 vorbereitet.

Während außerhalb des Klubs also weiter darüber diskutiert wird, wie Olise auftritt, scheint man beim FC Bayern schon vor mehr als zwei Jahren zu einer klaren Einschätzung gekommen zu sein: Seine Eigenheiten gehören zum Gesamtpaket dazu.

Quelle: FCBinsideZum Original

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