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Mainz-Coach Fischer fordert vor Schalke-Duell: Zurück zu defensiver Stabilität
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonIngo Krüger

Mainz-Coach Fischer fordert vor Schalke-Duell: Zurück zu defensiver Stabilität

Wenn der 1. FSV Mainz 05 spielt, ist immer etwas los. Insgesamt 23 Treffer sind bei den Bundesligapartien der Rheinhessen in dieser Saison bereits gefallen. Nur in Frankfurt und Mönchengladbach war noch mehr los. Am Samstag (17. Oktober, 15:30 Uhr) gastiert die Elf von Urs Fischer (60) bei den Defensivkünstlern des FC Schalke 04.

In den Begegnungen mit königsblauer Beteiligung wurden dagegen lediglich zehn Tore registriert. Der Trumpf des Revierklubs ist die stabile Defensive um Keeper Loris Karius (33). „Was sicher auf uns zukommt, sind Duelle, 90 Minuten lang“, warnt der Mainzer Chef-Trainer auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen S04.

Der Schweizer analysiert die Spielweise des Aufsteigers: „Schalke ist eine Mannschaft, bei der es schnell auf die Kette zugeht, es geht über den zweiten Ball. Intensität, Aggressivität, viele Duelle: Wenn man das nicht annimmt, wird man sich gegen sie schwer tun. Sie sind gut organisiert und kompakt. Nach Ballverlusten haben sie ein gutes Gegenpressing und Umschaltspiel.“

Als Fischer noch den 1. FC Union Berlin auf die Erfolgsspur führte, stand er für defensive Kompaktheit, lange Bälle in die Spitze und starke Standards. Die Köpenicker führte er mit dieser Spielweise sogar in die Champions League. Einer seiner Schützlinge damals: der Neu-Schalker Robin Gosens (32).

Vorne hui, hinten pfui

Doch in dieser Saison ist das Fischer-Team aus Mainz nicht wiederzuerkennen. In fünf Spielen trafen die 05er bereits zehnmal. Vor allem das Sturm-Duo mit Phillip Tietz (29/vier Treffer) und dem pfeilschnellen Sheraldo Becker (31/zwei Tore) trat positiv in Erscheinung. Auch S04-Coach Miron Muslic (44) warnte jüngste vor den beiden zielsicheren Angreifern.

In der Abwehr geht es bei den Mainzern aber drunter und drüber. Blieben sie in den ersten beiden Saisonspielen noch ohne Gegentor, brachen anschließend nahezu alle Dämme. In den Partien gegen Frankfurt (1:3), Mönchengladbach (4:3) und Leverkusen (3:4) kassierten sie satte zehn Treffer. Das gefällt Fischer natürlich ganz und gar nicht.

Urs Fischer
Foto: Getty Images

„In erster Linie gilt es, eine defensive Stabilität hinzubekommen“, betont der Mainzer Chef-Coach. Das sei in den vergangenen drei Spielen „nicht so“ gewesen. Seine Forderung lautet daher: „Da müssen wir wieder hinkommen.“ Seine Spieler müssten wieder fokussierter zu Werke gehen. „Aber wenn wir individuelle Fehler machen, werden sie zur Zeit auch bestraft“, hat Fischer festgestellt.

Mut macht den 05ern die einwandfreie Bilanz in der Fremde mit zwei Siegen. Fischer fährt daher guten Mutes nach Gelsenkirchen: „Es sieht schon danach aus, dass wir uns zu Hause etwas schwerer tun als auswärts.“

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