Beim FC Bayern blieb im Sommer eine Verstärkung für die linke Außenbahn aus. Luis Díaz hätte einen weiteren Spieler auf seiner Position gerne gesehen. Der 29-Jährige erklärt, warum ihn zusätzliche Konkurrenz nicht stören würde.
In der vergangenen Wechselperiode verpflichtete der Klub mehrere neue Profis: Nathaniel Brown und Ismael Saibari, dazu Bara Ndiaye. Ein zusätzlicher Offensivspieler für den linken Flügel gehörte nicht dazu. Diskutiert wurde die Besetzung dieser Bahn vor allem nach dem Wechsel von Arijon Ibrahimovic.
Der 20-Jährige ging am Deadline Day per Leihe zum FC Augsburg, der sich zusätzlich eine Kaufoption über acht Millionen Euro sicherte. Damit bleibt Díaz der einzige etatmäßige Linksaußen im Kader. Vincent Kompany kann die Position mit anderen Profis besetzen, eine klassische Alternative zum Kolumbianer fehlt jedoch.
Díaz sieht Konkurrenz als Entlastung
Ein Problem hat Díaz damit offenbar nicht, im Gegenteil. Im Gespräch mit Sky sagte er über einen möglichen Positionskonkurrenten: „Aber wenn jemand da ist, der auf meiner Position helfen kann: Herzlich willkommen.“ Man könne sich dann gegenseitig unterstützen und abwechseln, was gerade in schwierigen Phasen helfe.

Als Bedrohung betrachtet der Offensivspieler eine solche Verpflichtung ausdrücklich nicht. „Mir hätte es gefallen, aber gut, es ist nicht passiert“, erklärte er. Kompany hätte mit einem weiteren Linksaußen zudem mehr Möglichkeiten gehabt, dem 29-Jährigen Pausen zu geben.
Belastung als Erklärung für den Start
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Díaz seiner Form aus der Vorsaison hinterherläuft. In sechs Pflichtspielen der laufenden Runde gelang ihm bislang ein Tor. Zuletzt vergab er mehrere gute Gelegenheiten, beim 2:1 gegen Elversberg sorgte ein misslungener Hackenversuch aus kurzer Distanz für Gesprächsstoff.
Sorgen macht sich der Kolumbianer deswegen nicht. Er verweist auf die Anzahl der Spiele in den Monaten davor: „Wir sind noch nicht auf diesem Level, aber das halte ich für normal. Normal, weil wir eine hohe Belastung hatten.“ Er nannte K.o.-Partien in der Champions League und im Pokal sowie die anschließende WM, nach der die Erholungszeit knapp ausfiel.
In seiner ersten Bundesliga-Saison hatte Díaz nur wenig Anlaufzeit gebraucht und sich schnell als Stammkraft etabliert. Dieses Niveau will er nun wieder erreichen. Einen klassischen Ersatzmann für die linke Seite hat der Klub ihm dafür nicht zur Seite gestellt.











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