Die deutsche Nationalmannschaft steckt nach dem misslungenen Start unter Jürgen Klopp bereits mitten in der nächsten Grundsatzdiskussion. Nach dem 0:1 gegen Griechenland hatte Bastian Schweinsteiger ein hartes Urteil über den aktuellen Zustand der DFB-Elf gefällt.
Aus Sicht des Weltmeisters von 2014 ist Deutschland mittlerweile „im Mittelmaß angekommen“. Zudem fehle es an Spielern, „die den Unterschied ausmachen“. Joshua Kimmich konnte dieser Einschätzung nach der historischen Niederlage nur schwer widersprechen.
Sein Bayern-Teamkollege Jonathan Tah geht mit der Kritik deutlich gelassener um. Der Innenverteidiger möchte sich nicht daran beteiligen, Deutschland schon nach den ersten Spielen unter Klopp grundsätzlich einzuordnen.
Tah lässt „Mittelmaß“-Debatte kalt
„Ich überlasse das den Leuten von außen, wie sie uns bewerten oder einstufen“, erklärte Tah nach der Partie in der Mixed Zone.
Für den 30-Jährigen steht vielmehr der Entwicklungsprozess unter dem neuen Bundestrainer im Vordergrund. Nach der Amtsübernahme von Klopp müsse sich die Mannschaft erst finden und aus Rückschlägen wie gegen Griechenland lernen.
„Für uns geht es darum: Es ändert sich nicht durch eine Niederlage, dass wir ein neues Kapitel anfangen und Erfahrung machen werden als Mannschaft. Und dass wir aus diesen Erfahrungen lernen werden. Ich bin mir sicher, dass wir wieder erfolgreich sein werden. Ob uns jemand als Mittelmaß einstuft oder nicht, spielt für uns keine Rolle.“
Damit unterscheidet sich Tahs Reaktion durchaus von jener Kimmichs. Der DFB-Kapitän hatte nach der Partie erklärt, man sei aktuell „ein gutes Stück davon entfernt, eine Top-Mannschaft zu sein“.
Tah sieht bereits positive Klopp-Effekte

Tah will trotz des enttäuschenden Ergebnisses auch die Fortschritte der vergangenen Tage nicht ausblenden. Man dürfe „nicht vergessen, wie gut die Woche“ gewesen sei und „auch, dass wir schon Dinge umgesetzt haben in der kurzen Zeit“.
Die Leistung gegen Griechenland redete der Bayern-Profi dennoch nicht schön. Vor allem mit dem eigenen Offensivspiel zeigte sich Tah unzufrieden.
„Wir haben den Ballbesitz, den sie uns gegeben haben, nicht gut genug genutzt. Wir haben nicht gut genug das Tor bedroht.“
Für Tah ist die aktuelle Länderspielphase damit beendet. Klopp wird für die kommenden Begegnungen gegen Serbien und erneut Griechenland auf einen veränderten Kader setzen.
Der Bayern-Verteidiger reist dennoch mit einer klaren Überzeugung zurück nach München: Die DFB-Elf ist unter Klopp noch am Anfang ihrer Entwicklung – und Tah ist sich sicher, dass Deutschland wieder erfolgreich sein wird.










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