Nach sechs sieglosen Pflichtspielen wächst der Druck auf Schalke-Trainer Miron Muslic. Vor dem Duell mit Hoffenheim äußert sich der 44-Jährige zur zunehmenden Kritik.
Der FC Schalke 04 steckt nach dem Aufstieg in die Bundesliga in einer schwierigen Phase. Seit sechs Pflichtspielen warten die Königsblauen mittlerweile auf einen Sieg. Vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am Sonntagabend (8. November) wächst deshalb auch der Druck auf Trainer Miron Muslic. Der 44-Jährige zeigte sich auf der Pressekonferenz allerdings kämpferisch und äußerte sich offen zur zunehmenden Kritik.
„Ich fühle mich nicht unantastbar“, stellte Muslic am Freitag klar. Dabei erinnerte der Aufstiegstrainer an die Entwicklung der vergangenen Monate. Noch vor rund anderthalb Jahren befand sich Schalke in einer völlig anderen Situation. Inzwischen spielt der Traditionsverein wieder im Oberhaus, kämpft dort allerdings um den Klassenerhalt.
Dass die Geduld einiger Anhänger angesichts der jüngsten Ergebnisse nachlässt, kann Muslic nachvollziehen. „Ich brauche keine Dankbarkeit, wir sind im Performance-Bereich. Ich bin keinem böse, wenn er nicht mehr an das von gestern denkt“, erklärte der Schalke-Coach. Nach acht Spieltagen stehen die Königsblauen mit lediglich vier erzielten Treffern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt musste sich Schalke RB Leipzig mit 0:2 geschlagen geben.
Baumann stärkt Schalke-Trainer Muslic den Rücken
Sportvorstand Frank Baumann hatte Muslic dennoch bereits ausdrücklich den Rücken gestärkt und eine Trainerdiskussion ausgeschlossen. Für das Duell mit Hoffenheim gibt es zumindest personell positive Nachrichten. Soufiane El-Faouzi und Robin Gosens stehen nach ihrem Zusammenprall im Spiel gegen Köln (0:0) wieder zur Verfügung. Beide kehren in den Spieltagskader zurück.

Muslic weiß dennoch um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe. „Wir haben in den letzten Wochen viel Substanz verloren, das macht es nicht einfacher. Aber Druck gehört dazu. Unter Druck können die stabilsten und wertvollsten Dinge entstehen. Mit diesem Mindset wollen wir arbeiten“, betonte der Trainer.
Auch Hoffenheim ist bislang hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben und belegt aktuell den zwölften Tabellenplatz. Unter der Woche musste die TSG zudem in der Europa League bei Crystal Palace antreten und kassierte kurz vor Schluss noch den Ausgleich zum 1:1. Für Schalke steht am Sonntag viel auf dem Spiel. Ohne den zweiten Saisonsieg würden die Königsblauen auf einem Abstiegsplatz in die Länderspielpause gehen.









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