Der FC Bayern kommt derzeit nicht über Unentschieden hinaus. Nach dem 2:2 beim FC Augsburg mussten sich die Münchner auch in der Champions League bei Viking Stavanger mit einem Punkt begnügen. Beim spektakulären 3:3 in Norwegen sorgten neben dem Platzverweis von Michael Olise auch mehrere Schiedsrichterentscheidungen für Diskussionen. Trainer Vincent Kompany fand nach dem Abpfiff deutliche Worte für Unparteiischen Georgi Kabakov.
Dabei machte der Belgier keinen Hehl daraus, dass sich seine Mannschaft durch eigene Fehler um einen möglichen Sieg gebracht hatte. Bereits nach einer Minute waren die Bayern in Rückstand geraten, ehe Viking noch vor der Pause auf 2:0 erhöhte.
Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich der deutsche Rekordmeister eindrucksvoll zurück und drehte die Partie zwischenzeitlich auf 3:2. Doch die Gelb-Rote Karte gegen Olise brachte die Münchner erneut in Schwierigkeiten. In der Nachspielzeit gelang den Gastgebern schließlich der Ausgleich.
Trotz der eigenen Versäumnisse war Kompany mit der Spielleitung alles andere als zufrieden.
Kompany: „Die Kommunikation war nicht normal“
Im Gespräch mit Amazon Prime Video äußerte der Bayern-Coach deutliche Kritik an Kabakov. Dabei ging es ihm weniger um eine einzelne Entscheidung als vielmehr um das grundsätzliche Auftreten des bulgarischen Schiedsrichters.
„Ich muss ganz ehrlich sein, ich hatte schon vor dem Spiel das Gefühl, der Schiedsrichter will hier etwas Besonderes machen heute“, erklärte Kompany.
Der 40-Jährige hatte offenbar bereits früh den Eindruck gewonnen, dass der Unparteiische die Begegnung auf ungewöhnliche Weise leitete. „Es war unglaublich deutlich, dass da eine größere Rolle gespielt wird“, legte der Bayern-Trainer nach.
Besonders die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Spielern beziehungsweise Trainerbank sorgte bei Kompany für Unverständnis. „Es war ein Gefühl von mir, die Kommunikation von Anfang an war nicht normal“, betonte der Belgier.
Damit stellte Kompany die Art der Spielleitung deutlich infrage, ohne eine konkrete Fehlentscheidung als alleinigen Grund für den Punktverlust anzuführen.
Kompany nimmt Olise in die Pflicht

Ausdrücklich ausgenommen von seiner Schiedsrichterkritik war der Platzverweis gegen Michael Olise. Der französische Offensivstar hatte nach einer ersten Verwarnung seinem Gegenspieler Zlatko Tripic den Ball ins Gesicht geworfen und daraufhin Gelb-Rot gesehen.
Kompany hatte seinen Spieler bereits unmittelbar nach der Partie für die unnötige Aktion kritisiert und ein Gespräch mit ihm geführt. Auch bei seiner Bewertung der Schiedsrichterleistung machte er deutlich, dass Olise die Verantwortung für seinen Platzverweis selbst tragen müsse. „Es ist keine Ausrede, beim Platzverweis geht es nur um Michael“, stellte der Bayern-Coach klar.
Dennoch habe es im Verlauf der Begegnung mehrere Situationen gegeben, die bei ihm Fragen aufgeworfen hätten.
„Aber im Spiel gab es einfach einige Situationen, in denen man sich gefragt hat, was hier eigentlich passiert“, erklärte Kompany.
Ein Beispiel für die Diskussionen war die Elfmeterszene nach einem Foul an Konrad Laimer. Erst nach einer Überprüfung durch den VAR entschied Kabakov auf Strafstoß für die Münchner.
Harry Kane verwandelte den Elfmeter anschließend zum zwischenzeitlichen 1:2.
Bayern muss aus den Fehlern lernen
Bei aller Kritik am Schiedsrichter wollte Kompany die Verantwortung für das enttäuschende Ergebnis nicht von seiner Mannschaft wegschieben.
Vielmehr sieht der Belgier seine Spieler in der Pflicht, auch unter schwierigen Umständen konzentriert und diszipliniert zu bleiben. „Dann musst du noch schlauer sein, denn es kann immer etwas passieren, das man nicht unter Kontrolle hat“, erklärte der 40-Jährige.
Genau daran hatte es den Münchnern in Stavanger mehrfach gefehlt.
Neben dem frühen Rückstand und dem Platzverweis sorgten vor allem defensive Unachtsamkeiten dafür, dass die Bayern trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit nicht gewinnen konnten.
Für Kompany und seine Mannschaft bleibt wenig Zeit, die Geschehnisse aufzuarbeiten.
Bereits am Samstag um 18:30 Uhr steht das Bundesliga-Duell mit RB Leipzig auf dem Programm.










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