Harry Kane hat mit seinem Ballon-d’Or-Triumph für einen historischen Moment beim FC Bayern gesorgt. Der Engländer wurde am Montagabend erstmals zum besten Fußballer der Welt gekürt und beendete damit eine lange Durststrecke des deutschen Rekordmeisters. Auch Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger zeigte sich begeistert. Der Weltmeister von 2014 nutzte die Gelegenheit allerdings auch, um einen besonderen Wunsch für den deutschen Fußball zu äußern.
Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg traf Schweinsteiger den frisch gekürten Ballon-d’Or-Sieger auf dem Rasen der Allianz Arena. Kurz vor Beginn der ARD-Übertragung gratulierte der ehemalige Bayern-Kapitän dem Engländer persönlich zu seiner Auszeichnung.
„Man muss schon gratulieren, das ist etwas Besonderes. Guter Wechsel von Tottenham nach München, das hat sich ausgezahlt“, erklärte Schweinsteiger anschließend als TV-Experte.
Für Kane war der Gewinn des Goldenen Balls die Krönung einer außergewöhnlichen Saison. Der 33-Jährige setzte sich bei der Wahl knapp gegen Kylian Mbappé durch.
Schweinsteiger vermisst deutsche Stars beim Ballon d’Or
So sehr sich Schweinsteiger über Kanes Erfolg freute, ein Detail der diesjährigen Wahl stimmte ihn nachdenklich. Denn unter den 30 nominierten Spielern befand sich kein einziger deutscher Profi. „An der Liste war ganz interessant: Harry Kane ist ganz oben, er spielt bei Bayern München, aber wir haben keinen deutschen Spieler unter den Top 30“, stellte der 42-Jährige fest.
Für den ehemaligen Nationalspieler ist das ein Zustand, der sich in Zukunft ändern sollte. „Ich würde mir wünschen, dass wir bei dieser Verleihung auch wieder ein paar deutsche Spieler dabeihaben. Das wäre auch ein Erfolg für Deutschland.“
Damit richtete Schweinsteiger den Blick über den Erfolg des FC Bayern hinaus auf die internationale Wahrnehmung deutscher Fußballer.
„Die Mannschaft viel wichtiger“

Gleichzeitig machte der frühere Bayern-Kapitän deutlich, dass individuelle Auszeichnungen für ihn persönlich nie den höchsten Stellenwert hatten. Dabei erinnerte er an seinen ehemaligen Trainer Jupp Heynckes, unter dem die Münchner 2013 das historische Triple gewonnen hatten. „Jupp Heynckes hat immer nur gesagt, dass es eine individuelle Auszeichnung ist, aber die Mannschaft viel wichtiger sei“, erklärte Schweinsteiger.
Für Schweinsteiger bleibt der Ballon-d’Or-Triumph eine besondere Auszeichnung für Kane und den FC Bayern. Gleichzeitig hofft die Vereinslegende, dass künftig auch wieder deutsche Nationalspieler auf der prestigeträchtigen Kandidatenliste vertreten sein werden.










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