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Nach Provokation bei Meisterfeier: Bayern geht juristisch gegen 1860-Fans vor
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Nach Provokation bei Meisterfeier: Bayern geht juristisch gegen 1860-Fans vor

Der Streit zwischen dem FC Bayern und seinem Münchner Stadtrivalen 1860 München hat ein juristisches Nachspiel. Nachdem Löwen-Fans während der Meisterfeier des deutschen Rekordmeisters am 17. Mai ein beleidigendes Transparent auf dem Marienplatz präsentiert hatten, erstattete der FC Bayern Strafanzeige gegen Unbekannt. Nun hat die Polizei die Wohnung eines Verdächtigen durchsucht.

Anhänger von 1860 München hatten das Banner unbemerkt auf den Marienplatz gebracht und während der Feierlichkeiten im Fanblock vor laufenden Kameras entrollt.

Wie die BILD berichtet, haben sich die Bayern entschlossen, juristisch gegen die Verantwortlichen vorzugehen.

Polizei durchsucht Wohnung eines 1860-Fans

Laut BILD durchsuchten vor wenigen Tagen vier Ermittler der Münchner Kriminalpolizei die Wohnung eines verdächtigen Löwen-Anhängers.

Grundlage war ein gerichtlicher Eilbeschluss. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem Computer und weitere elektronische Geräte, um mögliche Beweismittel wie Chatverläufe oder Überweisungsbelege sicherzustellen.

Der Anwalt des Beschuldigten, Sebastian Wagner, hält das Vorgehen für unverhältnismäßig und stellt bereits die Strafbarkeit der Aktion infrage. „Das beschriebene Verhalten stellt keine Straftat dar. Auch die FC Bayern AG ist keine juristische Person, die Opfer einer Beleidigung sein kann“, erklärte der Strafverteidiger.

Anschließend erhob Wagner deutliche Vorwürfe gegen die Justiz: „Man gewinnt den Eindruck, dass der FC Bayern sagt: ‚Spring!‘, und die Münchner Justiz fragt: ‚Wie hoch?‘“

Bayern will Verunstaltung seines Logos nicht dulden

Der FC Bayern begründet sein Vorgehen laut BILD mit zwei Aspekten. Zum einen soll das betreffende Transparent herausgegeben werden, damit das darauf verwendete, verunstaltete Vereinslogo nicht weiter verbreitet wird.

Zum anderen möchte der Rekordmeister grundsätzlich verhindern, dass sein Vereinswappen beleidigend dargestellt oder herabgewürdigt wird. Dabei verweist der Klub auch auf seine Verantwortung gegenüber den eigenen Anhängern.

Ob die Aktion tatsächlich einen Straftatbestand erfüllt, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die rechtliche Bewertung bleibt damit Gegenstand des Verfahrens.

Der beschuldigte 1860-Fan zeigt sich jedenfalls kämpferisch. Über seinen Anwalt ließ er eine Botschaft an den FC Bayern ausrichten: „Ein Derby dauert 90 Minuten. Aber vor Gericht würde ich es auch mit dem FC Bayern bis in die Nachspielzeit aufnehmen.“

Damit dürfte die Auseinandersetzung zwischen den beiden Münchner Rivalen noch längst nicht beendet sein.

Quelle: FCBinsideZum Original

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