Ein weiteres Nachwuchstalent aus Südamerika steht offenbar auf der Liste von Borussia Dortmund – und ein bewährter Vertragstrick könnte den Transfer ermöglichen.
Der BVB soll Interesse an einem Talent aus Uruguay zeigen. Das berichtet das englische Portal „TeamTalk„. Im Mittelpunkt steht Nicolas Scotti von Defensor Sporting, der sich unlängst einen Platz in der ersten Mannschaft seines Klubs erarbeitet hat und parallel für die U18-Nationalmannschaft Uruguays aufläuft. Als klarer Favorit im Werben um den Youngster gilt laut dem Bericht aktuell der FC Liverpool, doch auch der FC Arsenal und Manchester United beobachten seine Entwicklung demnach sehr genau.
Die Liste der Interessenten endet damit allerdings nicht. Auch die brasilianischen Topklubs FC São Paulo und Atlético Mineiro sollen bereits ihr Interesse bekundet haben. Mittendrin mischt nun also auch Borussia Dortmund mit und zeigt ebenfalls Interesse an dem jungen Südamerikaner.
Fußballerisch bringt Nicolas Scotti schon einiges mit, was die Aufmerksamkeit der europäischen Scouts erklärt. Bei einer Körpergröße von 1,71 Metern spielt er überwiegend auf dem rechten Flügel, fühlt sich aber auch auf der linken Außenbahn wohl. Vor allem seine Geschwindigkeit, seine Technik und seine Ruhe am Ball sollen die Beobachter überzeugt haben. Für die U18 Uruguays steuerte er in zwei Partien bereits ein Tor und eine Vorlage bei. Auch im Verein kann er schon erste Profi-Erfahrung vorweisen: Zwar gehört er sportlich noch primär zur U19 von Defensor Sporting, kam in dieser Saison aber bereits viermal im Profikader zum Einsatz.
Auch finanziell dürfte ein Wechsel überschaubar bleiben. Die Ausstiegsklausel von Nicolas Scotti beläuft sich laut „TeamTalk“ auf umgerechnet rund sieben Millionen Euro. Damit könnte der Uruguayer zu einem günstigen Glücksgriff für den BVB werden.
BVB brauch besonderen Transfer-Trick
Ein direkter Wechsel ist für Nicolas Scotti aktuell dennoch ausgeschlossen. Grund dafür sind die FIFA-Regularien, die Transfers minderjähriger Nicht-EU-Ausländer erst ab dem 18. Geburtstag erlauben. Für den Uruguayer bedeutet das konkret: Erst am 26. November 2027 erreicht er die Volljährigkeit und könnte danach überhaupt erst fest zu einem neuen Klub wechseln. Deutlich realistischer erscheint deshalb zunächst ein Vorvertrag mit einem europäischen Verein, ehe der eigentliche Wechsel frühestens im Winter 2028 vollzogen werden könnte. Bis dahin sammelt Nicolas Scotti weiter Spielpraxis in Uruguay und bei den Nachwuchsauswahlen seines Landes.

Genau mit diesem Modell hat der BVB in der jüngeren Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gesammelt. Sowohl Justin Lerma aus Ecuador als auch Kaua Prates aus Brasilien verpflichteten die Schwarz-Gelben in den vergangenen Monaten per Vorvertrag, ehe beide Spieler seit diesem Sommer fest zum Kader gehören. Sollte sich dieses Modell auch im Fall von Nicolas Scotti wiederholen, könnte Borussia Dortmund schon frühzeitig die Weichen für einen weiteren vielversprechenden Transfer aus Südamerika stellen.













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