In einer umkämpften Partie ohne viele Torchancen trennen sich der 1. FC Köln und Schalke 04 mit 0:0. Nach einem heftigen Zusammenprall im Mittelfeld endete die Partie für Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi noch vor dem Pausenpfiff. Das Duo erlitt stark blutende Wunden und musste den Platz verlassen.
S04-Trainer Muslic veränderte seine Startaufstellung nach dem jüngsten 0:1 gegen Mainz auf drei Positionen. Dina Ebimbe, Adamu und Hwang begannen anstelle von Gantenbein, Dzeko und Karaman, der wegen muskulärer Probleme passen musste.
Schalke hatte einen guten Einstieg in die Partie. Bereits nach fünf Minuten hätte es fast im Kasten der Kölner geklingelt, doch der Ball prallte von El-Faouzi knapp am Pfosten vorbei ins Toraus.
Die Gastgeber benötigten hingegen, um ins Spiel zu finden. In der zwölften Minute hätte Kurucay dem Effzeh fast bei einem Treffer geholfen. Nach einer Sosa-Flanke von der linken Seite rutschte ihm der Ball beim Klärungsversuch über den Schlappen und kullerte nur haarscharf am eigenen Gehäuse vorbei.
Nur vier Minuten später lag die Kugel tatsächlich im Schalker-Tor. Und es war Bülter, der den Ball über die Linie stocherte. Dabei stand er allerdings im Abseits. Und es ging sofort weiter: Johannesson fackelte nicht lange und zog aus der Distanz wuchtig ab. Karius war jedoch auf dem Posten und wehrte den Ball zur Seite ab. Halbrechts lauerte El Mala, der das Leder aus der Luft direkt nahm. Doch der Ball trudelte knapp links am Gehäuse vorbei (18.).
Köln gab jetzt den Ton an. Die Rheinländer verzeichneten deutlich mehr Ballbesitz, ließen im letzten Drittel allerdings noch die nötige Durchschlagskraft vermissen.
In der ersten halben Stunde lieferten sich beide Klubs ein Duell auf Augenhöhe. Die Begegnung zeichnete sich durch ihre hohe Intensität aus.

Schlimme Szene in der 37. Minute: Im Mittelfeld knallten Gosens und El-Faouzi heftig mit den Köpfen zusammen. Selbst die Kölner Mannschaftsärzte eilten auf den Platz, um den blutenden Spielern beizustehen. Ein Weiterspielen war für beide unmöglich. Bachmann und Vitalie Becker ersetzten das S04-Duo.
In der Nachspielzeit von acht Minuten fiel kein Treffer mehr, so dass es mit einem torlosen Remis in die Pause ging.
Karius rechtzeitig zur Stelle
Die erste gute Gelegenheit nach Wiederbeginn verzeichneten die Gäste. Nach einer Hereingabe von der linken Seite brachte Adamu den Ball per Kopf auf das Tor. Kölns Keeper Schwäbe konnte den Versuch nur nach vorne abwehren. Doch die Effzeh-Defensive reagierte schnell und klärte die Situation (47.).
Echte Hundertprozentige oder zwingende Gelegenheiten ließen allerdings auf beiden Seiten auf sich warten. Die Begegnung zeichnete sich vor allem durch ihre Intensität aus.
Die Kölner benötigten 20 Minuten, um mal wieder zu einem guten Abschluss zu kommen. Bülter nahm aus halbrechter Position und rund 19 Metern Torentfernung Maß. Karius erahnte jedoch die Flugbahn und tauchte rechtzeitig ins rechte untere Eck ab und hielt den Ball sicher.
Auch Dina Ebimbe fand keine Lücke. Seinen Abschluss aus 13 Metern blockte ein Kölner noch (70.). Auf der Gegenseite bewies Karius einmal mehr seine Klasse, als er im Eins-gegen-eins Sieger gegen Bülter blieb (74.).
Starke Aktion von Tanaka, die fast mit der Führung endete. Rechts an der Torauslinie ließ er Lochoshvili ganz alt aussehen und zog aus spitzem Winkel mit links ab. Der Ball klatschte an den Außenpfosten und sprang anschließend ins Toraus (79.).
Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. So endete die Partie, wie sie begonnen hatte: mit einem 0:0.
Fazit: Das Duell zwischen Köln und Schalke endet nach 90 intensiven Minuten ohne Sieger und ohne Tore. Die Partie war von Beginn an von taktischer Disziplin und robuster Defensivarbeit geprägt, Dadurch kamen kaum Offensivaktionen zustande. Weil sich das Geschehen auch in der zweiten Halbzeit fast ausschließlich zwischen den Strafräumen abspielte, ist die Punkteteilung leistungsgerecht.
S04: Karius – T. Becker, Katic, Kurucay – Dina Ebimbe, El-Faouzi (43. Bachmann), Tanaka, Gosens (43. V. Becker) – Adamu, Aouchiche – Hwang
Köln: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili (90. Schmied), Sosa – Johannesson, Krauß (80. Okon-Engstler) – Maina (90. Thielmann), Moore (68. Waldschmidt), S. El Mala (80. Heskey) – Bülter









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