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Polzins Elf nimmt Formen an: So könnte der HSV beim BVB starten
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Polzins Elf nimmt Formen an: So könnte der HSV beim BVB starten

Noch eineinhalb Wochen bleiben dem HSV bis zum Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund (29. August). Eine schwerere Aufgabe zum Start hätte es kaum geben können. Doch die Eindrücke der Vorbereitung machen Mut.

Insbesondere offensiv hinterließen die Rothosen in den bisherigen Testspielen einen deutlich besseren Eindruck als noch vor einem Jahr. In fünf Duellen gegen namhafte Gegner erzielte der HSV starke zehn Tore. Das neu installierte 3-4-2-1-System scheint den Qualitäten des Kaders entgegenzukommen.

Dennoch sind längst nicht alle Fragen geklärt. Auf einigen Positionen präsentiert sich die Mannschaft deutlich gefestigter als auf anderen, zudem sollen noch zwei bis drei Neuzugänge kommen. Wie also könnte die Startelf aussehen, wenn am 29. August im Signal Iduna Park der Ball rollt?

Zwischen den Pfosten gibt es keine Diskussion. Daniel Heuer Fernandes geht als klare Nummer eins in die Saison. Zwar präsentiert sich Sander Tangvik selbstbewusst und zuverlässig, an der enormen Bedeutung des Deutsch-Portugiesen für das Team hat sich jedoch nichts geändert. Zu konstant waren auch seine Leistungen in der vergangenen Spielzeit.

Daniel Heuer Fernandes
Foto: IMAGO

Spannender wird es auf der rechten Schiene. Aktuell besitzt Bakery Jatta als einziger HSV-Profi nennenswerte Erfahrung auf dieser Position. Die Hamburger arbeiten intensiv an einer Verstärkung, doch selbst bei einer zeitnahen Verpflichtung wäre fraglich, ob ein Neuzugang bis zum Dortmund-Spiel bereits voll integriert ist. Stand heute spricht deshalb vieles für Jatta.

Auf wen setzt der HSV im Abwehrzentrum?

In der Dreierkette ist Nicolas Capaldo als rechter Halbverteidiger gesetzt. Der Vize-Kapitän zählt zu den absoluten Säulenspielern der Hanseaten. Im Zentrum hängt dagegen vieles von den kommenden Wochen ab. Sebastiaan Bornauw ist kürzlich im Volkspark eingetroffen, um in die Fußstapfen von Luka Vuskovic zu treten. Der Belgier spielte bei Leeds United eine starke Vorbereitung und sollte trotz der Kurzfristigkeit seiner Verpflichtung bis zum Bundesliga-Start in das Team finden. Gelingt das nicht, dürfte Jordan Torunarigha erneut die zentrale Rolle übernehmen. Grundsätzlich spricht jedoch vieles dafür, dass der 29-Jährige auf die linke Seite der Dreierkette rückt – seine stärkste Position. Dort wäre er auch gegen Dortmund die wahrscheinlichste Lösung. Warmed Omari bleibt eine Alternative, konnte in der Vorbereitung aber nicht immer vollständig überzeugen.

Auf der linken Schiene hat sich Louis Lemke zum vielleicht größten Gewinner des HSV-Sommers entwickelt. Der 16-Jährige sammelt Spielminute um Spielminute und beeindruckt mit erstaunlicher Reife. Gegen den SC Verl könnte er im DFB-Pokal sogar beginnen. Für einen Startelfeinsatz in Dortmund dürfte es allerdings noch zu früh sein. Vieles spricht dafür, dass Miro Muheim nach seiner WM-bedingt verkürzten Vorbereitung in Form kommt und seinen Stammplatz zurückerobert.

Im zentralen Mittelfeld sind die Rollen klar verteilt. Kapitän Nicolai Remberg und Sambi Lokonga bilden den Maschinenraum des HSV und dürften auch gegen den BVB gemeinsam beginnen.

Spannendes Rennen in der Offensive

Davor besitzt Albert Grønbaek trotz des Schreckmoments gegen Lille eine Stammplatzgarantie. Der Däne zählt zu den stärksten HSV-Akteuren der Vorbereitung. An seiner Seite hat aktuell Martin Adeline die besten Karten. Trotz unverkennbaren Anpassungsschwierigkeiten überzeugt der Franzose mit seiner Arbeit gegen den Ball, intelligenten Tiefenläufen und hoher Intensität. Allerdings sitzt ihm mit Rayan Philippe ein Spieler im Nacken, der in herausragender Form auftritt und sich für mehr als nur die Jokerrolle empfiehlt.

Martin Adeline
Foto: IMAGO

Komplett offen ist die Situation im Sturmzentrum. Yussuf Poulsen, Patson Daka und Otto Stange liefern sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit Terem Moffi könnte außerdem ein weiterer Angreifer verpflichtet werden. Dennoch läuft vermutlich vieles auf einen Zweikampf zwischen Poulsen und Daka hinaus. Der Hintergrund: Polzin setzte Stange zuletzt häufig eine Position hinter den Spitzen ein. Bei allem Talent hat der 19-Jährige darüber hinaus noch häufig mit seiner Entscheidungsfindung zu kämpfen. Die wahrscheinlichste Rolle zum Saisonstart bleibt daher die des Jokers. Wer letztlich in Dortmund beginnt, dürften die verbleibenden Trainingseinheiten und die Pokalpartie in Verl entscheiden.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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