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Reif für die Champions League? Wie Freiburg die Liga begeistert
fussball-news.defussball-news.de·VonManuel Behlert

Reif für die Champions League? Wie Freiburg die Liga begeistert

Zugegeben, eine Gala war es nicht, die der SC Freiburg gegen Schalke 04 am Sonntag abgeliefert hat. Beim 2:1 ging es am Ende vor allem um Widerstandsfähigkeit, um Moral. Und das ist bei einem Sieg, der in Unterzahl eingefahren wurde, manchmal vielleicht noch wichtiger als ein glanzvolles 3:0. 

Denn es zeigt, dass die Freiburger auch in schwierigeren Situationen in der Lage sind, Mittel und Wege zu finden, um Spiele zu gewinnen. Gegen Schalke war es ein ruhender Ball zur 1:0-Führung und ein Zusammenspiel zweier Joker zum 2:1-Siegtreffer.

Freiburg verlor nie die Nerven, nie die Geduld, selbst in Unterzahl nicht. Und konnte damit dafür sorgen, dass man nicht nur die drei Punkte mitnehmen konnte, sondern auch von der Tabellenspitze grüßt.

Freiburg: Reifeprüfung bestanden

Es war eine Reifeprüfung, gegen eine sehr intensiv spielende Mannschaft. Schalke machte die Räume eng, war in den Zweikämpfen stets präsent, ließ den SCF nicht spielen. Doch die Mannschaft von Julian Schuster hat so viele Möglichkeiten. fußballerische Akzente zu setzen, dass sie sich auch diesmal mehrfach aus dem hohen Druck des Gegners befreite.

Freiburg blieb in jeder Spielphase dran, nutzte in der Unterzahl die eigenen Qualitäten in der Defensive und stellte eine gute Kompaktheit her. Schalke musste dann spielerische Lösungen finden, die man eben nur selten fand. Dass die Freiburger auf dem ersten Platz stehen, das ist kein Zufall, sondern der Lohn harter Arbeit. Und diese Arbeit findet Anklang in der Liga, denn der Sportclub zeigt, dass auch mit eher durchschnittlichen Mitteln als Grundvoraussetzung einiges möglich ist, wenn man einen klaren Weg geht und klare Pläne hat.

SC Freiburg
Foto: IMAGO

Freiburg begeistert die Liga mit dem eigenen Weg, der vor allem auf Kontinuität baut. Als es unter Schuster mal eine Phase gab, in der es auch mal länger zäh wurde, wurde der Trainer nicht kritisiert, sondern alle gemeinsam suchten nach neuen Wegen und Lösungen, die dann schrittweise auch gefunden wurden. Dass alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen und sich gegenseitig in- und auswendig kennen, das ist der größte Hebel, den Freiburg hat.

Und genau deswegen ist es in dieser Saison nicht unrealistisch, dass man am Ende um die Champions League mitspielt. Nach dem FC Bayern und dem BVB ist vieles offen, weil weder Stuttgart, noch Leverkusen oder Leipzig bisher vollends konstant waren.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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