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Rekordkurs beim BVB: Kann die Defensive auch den FC Bayern bremsen?
BVBWLDBVBWLD·VonLukas Neth

Rekordkurs beim BVB: Kann die Defensive auch den FC Bayern bremsen?

Borussia Dortmund ist in der Bundesliga weiter ungeschlagen und überzeugt vor allem mit einer außergewöhnlich stabilen Defensive. Nach sieben Spieltagen stehen lediglich vier Gegentore zu Buche. Damit ist der BVB nicht nur das defensivstärkste Team der Liga, sondern befindet sich auch auf Kurs für zwei historische Bestmarken. Gegen den FC Bayern wartet nun allerdings eine echte Bewährungsprobe.

Unter Trainer Niko Kovac hat sich die Dortmunder Hintermannschaft zu einem echten Erfolgsfaktor entwickelt. Zwar gefällt nicht jedem Fan die Spielweise der Schwarz-Gelben, doch die Zahlen sprechen für sich: In fünf der bisherigen sieben Ligapartien blieb der BVB ohne Gegentreffer. Nur gegen die TSG Hoffenheim und Werder Bremen musste Torhüter Gregor Kobel hinter sich greifen. Insgesamt steht der BVB bei vier Gegentoren in der Bundesliga.

Damit liegt Dortmund aktuell vor dem FC Bayern, der bereits sechs Gegentore kassiert hat. Besonders Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton prägen die stabile Abwehr. Gemeinsam mit Neuzugang Joane Gadou bilden sie eine Defensive, die gegnerische Angriffe bislang bemerkenswert zuverlässig entschärft.

Besonders in direkten Duellen zeigen sich die Qualitäten der drei Verteidiger. Zusammen kommt die BVB-Dreierkette auf eine starke Zweikampfquote von 65,5 Prozent. Schlotterbeck sticht mit einer Erfolgsquote von 69,5 Prozent nochmals heraus.

Auch die gesamte Mannschaft arbeitet gegen den Ball diszipliniert. Dortmund lässt nur wenige gefährliche Möglichkeiten zu und verhindert, dass Gegner nach Ballverlusten schnell in aussichtsreiche Kontersituationen gelangen.

Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck: Bislang erlaubte der BVB seinen Gegnern lediglich zwei Großchancen. Zudem liegt der erwartete Torwert der gegnerischen Mannschaften bei nur 4,9 xGoals.

Zwei Bundesliga-Rekorde sind in Reichweite

Wie außergewöhnlich der Dortmunder Saisonstart ist, zeigt ein Blick auf die Bundesliga-Geschichte. Bei gleich zwei Bestmarken könnte der BVB in dieser Spielzeit mitmischen. Der erste Rekord betrifft die Anzahl der Spiele ohne Gegentor innerhalb einer Saison.

Bislang hält der FC Bayern diese Bestmarke. In der Saison 2014/15 blieben die Münchner insgesamt 22-mal ohne Gegentreffer. Dortmund hat nach sieben Spieltagen bereits fünf Zu-null-Spiele gesammelt. Sollte die Mannschaft ihre bisherige Quote annähernd halten, könnte sie den Münchner Rekord tatsächlich ins Visier nehmen.

Auch bei den wenigsten Gegentoren einer Bundesliga-Saison winkt eine historische Marke. Diese stellte der Rekordmeister 2015/16 auf, als er lediglich 17 Gegentreffer zuließ. Hochgerechnet auf die aktuelle Saison würde Dortmund bei seiner bisherigen Bilanz allerdings auf rund 19 bis 20 Gegentore kommen. Für einen neuen Rekord müsste sich die Abwehr also noch weiter steigern. Trotzdem wäre eine solche Ausbeute ein beeindruckender Wert.

Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

BVB-Defensive vor dem Härtetest gegen Bayern

Ob die Dortmunder Abwehr auch den stärksten Angriff der Liga ausbremsen kann, zeigt sich am Samstag (31. Oktober). Dann gastiert der BVB beim FC Bayern München. Der Rekordmeister hat nach sieben Spieltagen bereits 25 Treffer erzielt und stellt damit die gefährlichste Offensive der Bundesliga.

Für Dortmund ist das Duell deshalb mehr als ein gewöhnliches Spitzenspiel. Mit einem Sieg könnte der BVB den FC Bayern von der Tabellenspitze verdrängen. Gleichzeitig wäre es ein wichtiger Beleg dafür, dass die defensive Stabilität auch gegen die stärksten Gegner Bestand hat. Will Dortmund tatsächlich einen der historischen Rekorde angreifen, muss die Abwehr ihre bisherige Form auch in München bestätigen.

Quelle: BVBWLDZum Original

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