Nach dem Pokal-Aus bei Dynamo Dresden zeigen die Schalke-Fans ihren Frust. Trainer Miron Muslic reagiert mit klaren Worten.
Nach dem enttäuschenden Pokal-Aus bei Dynamo Dresden ist die Stimmung beim FC Schalke 04 angespannt. Die mitgereisten Fans quittierten die schwache Vorstellung ihrer Mannschaft mit Schweigen. Trainer Miron Muslic und die Verantwortlichen zeigen Verständnis für den Frust der Anhänger.
Die 0:2-Niederlage bei Zweitligist Dynamo Dresden bedeutete für Schalke 04 das vorzeitige Ausscheiden aus dem DFB-Pokal. Nach dem Abpfiff bekamen die Profis die Enttäuschung ihrer Anhänger deutlich zu spüren. Statt des gewohnten Applauses herrschte im Gästeblock weitgehend Stille. Vereinzelt waren sogar Pfiffe zu hören.
Rund 3.000 Schalker hatten die lange Reise nach Dresden auf sich genommen. Dass sie nach der schwachen Leistung ihrer Mannschaft keine Unterstützung mehr zeigten, konnte Muslic nachvollziehen. „Das haben wir uns auch ein Stück weit verdient, wenn wir dann nicht beklatscht werden“, erklärte der S04-Coach nach der Partie. „Die meisten sind heute 600 Kilometer gefahren, fahren heute wieder zurück und sind morgen um 8 Uhr bei der Arbeit.“
Schalke-Fans sind sauer: Karaman und Mulder zeigen Verständnis
Auch Kapitän Kenan Karaman nahm die Reaktion der Anhänger ernst. „Die mitgereisten Fans hatten heute das Recht, keine Reaktion zu zeigen. Darüber müssen wir uns klar sein – das müssen wir auch so mitnehmen und reflektieren“, sagte der 32-Jährige gegenüber der WAZ.

Profifußball-Direktor Youri Mulder machte ebenfalls deutlich, dass die Kritik berechtigt sei. „Die Leute fahren 600 Kilometer, sie kommen hierher und wollen eine Mannschaft sehen, die auch mal weiterkommt im Pokal. Ich verstehe, dass sie sauer sind – wir alle sind sauer!“ Nach mittlerweile fünf Pflichtspielen ohne Sieg wächst der Druck auf die Königsblauen. Besonders die kommenden Wochen haben es in sich.
Am Samstag (31. Oktober, 15.30 Uhr) empfängt Schalke RB Leipzig in der Veltins-Arena. Anschließend warten unter anderem Hoffenheim, Stuttgart, Dortmund und Hamburg. Muslic weiß um die schwierige Ausgangslage: „Die nächsten Wochen werden hart. Das müssen wir überstehen.“
Für die Schalker geht es dabei nicht nur um wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern auch darum, das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Mulder formulierte die Aufgabe unmissverständlich: „Du musst Spiele gewinnen, du musst Leistung bringen, du musst punkten und dann kriegst du das Publikum hinter dich.“









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