Der FC Schalke will gemeinsam mit seinen Fans einen besonderen Weltrekord aufstellen. Dafür reichen schon 30 Sekunden aus.
Ein Stadionbesuch mit Gesundheitscheck und möglicherweise sogar einem Eintrag ins Rekordbuch: Der FC Schalke 04 will gemeinsam mit den Knappschaft Kliniken rund um das Heimspiel gegen die SV Elversberg (20. September) eine außergewöhnliche Aktion starten. Mehr als 4.000 EKG-Aufzeichnungen sollen dabei zusammenkommen.
Hinter dem Rekordversuch steht das Präventionsprojekt „Kumpelherz“. Fans erhalten am Berger Feld und in der Veltins-Arena die Möglichkeit, ihre Herzaktivität überprüfen zu lassen. Dafür werden mobile Messstationen aufgebaut. Wer eine geeignete Smartwatch trägt, kann nach dem Herunterladen einer kostenlosen App ebenfalls teilnehmen. Viel Zeit müssen die Anhänger nicht einplanen: Das eigentliche EKG ist bereits nach rund 30 Sekunden aufgezeichnet.
Mit der großen Zahl an Teilnehmern möchte Schalke eine bislang in Indien erreichte Bestmarke übertreffen. Dort wurden im September 2023 an einem einzigen Tag 3.797 EKG-Messungen durchgeführt. Die Schalker Aktion ist bei Guinness World Records angemeldet. Bei einem mit rund 60.000 Zuschauern gefüllten Stadion wäre die notwendige Beteiligung überschaubar: Rechnerisch müsste etwas mehr als jeder 15. Besucher sein Herz überprüfen lassen.
Weltrekord auf Schalke soll für Herzvorsorge werben
Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, setzt dabei laut Ruhr Nachrichten auf die Unterstützung der königsblauen Anhänger: „Wer könnte es am ehesten mit Indien aufnehmen, wenn nicht Schalke? Die Schalker schaffen das!“

Der mögliche Weltrekord dient zugleich dazu, einem ernsten Thema mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die kurzen Aufzeichnungen können Auffälligkeiten der Herzaktivität sichtbar machen und beispielsweise Hinweise auf Vorhofflimmern liefern. Entsprechende Ergebnisse sollen ärztlich geprüft werden. Betroffene erhalten anschließend eine Information und können eine weiterführende medizinische Abklärung veranlassen.
Schalke stellt für die Aktion vor allem seine große öffentliche Reichweite zur Verfügung. Vorstandschef Matthias Tillmann erklärt: „Wir finden, dass das eine tolle Idee ist, bei der wir gerne dabei sind.“ Projektleiter Dr. med. Patrick Müller hofft ebenfalls auf möglichst viele Teilnehmer. Sein Appell richtet sich besonders an Fans, die ohnehin eine Smartwatch besitzen. Schließlich ist der Aufwand gering – und aus wenigen Sekunden Gesundheitsvorsorge könnte am Ende sogar ein neuer Weltrekord entstehen.









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