Der FC Bayern hat mit dem Einstieg der Viessmann Generations Group einen finanziellen Mega-Deal abgeschlossen. Für den Verkauf der verbliebenen fünf Prozent an der FC Bayern München AG soll der deutsche Rekordmeister rund 250 Millionen Euro erhalten haben. Eine gewaltige Summe, die auch bei der Bundesliga-Konkurrenz für Aufsehen sorgt. Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann zeigt sich beeindruckt und sieht in der Vereinbarung sogar ein Vorbild für andere deutsche Vereine.
Mit dem Einstieg von Viessmann hat der FC Bayern seine strategischen Partnerschaften weiter ausgebaut. Neben Adidas, Audi und Allianz ist das Unternehmen nun der vierte externe Anteilseigner des Rekordmeisters.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Bewertung des Klubs. Durch den Verkauf von fünf Prozent für 250 Millionen Euro ergibt sich rechnerisch ein Unternehmenswert von rund fünf Milliarden Euro.
Für Hellmann ist das ein außergewöhnlicher Erfolg, der weit über München hinaus Bedeutung haben könnte.
„Da kann ich nur gratulieren“
Der 55-Jährige, der neben seiner Tätigkeit bei Eintracht Frankfurt auch dem Präsidium der Deutschen Fußball Liga angehört, findet deutliche Worte für das Geschäft der Bayern.
„Da kann ich nur gratulieren. In diesen Zeiten einen solchen Wert zu erzielen und zu platzieren, ist beachtlich. Ich kann nur sagen: Gut gemacht. Für mich ist das auch ein positives Signal für die gesamte Bundesliga“, erklärte Hellmann.
Der Frankfurter sieht in dem Deal einen Beleg dafür, dass deutsche Profiklubs auch unter den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen erhebliche Investitionen anziehen können.
„Wir können daraus in der Liga alle den Schluss ziehen, dass Beteiligungen auch unter Beachtung von 50+1 möglich sind.“
Damit spricht Hellmann eine der zentralen Fragen im deutschen Profifußball an: Wie können die Vereine wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben, ohne die Kontrolle über ihre Klubs abzugeben?
Hellmann sieht Bayern als Vorbild für die Bundesliga

Für den Eintracht-Boss zeigt das Münchner Modell, dass sich die Interessen der Vereinsmitglieder und externer Kapitalgeber miteinander vereinbaren lassen.
„Die Stärke des Vereins lässt sich mit Investitionen verbinden. Man kann den Verein ganz klar stärken, ohne dass es ein Verbot gibt, das Investorenrechte vollständig ausschließt.“
Entscheidend sei allerdings, wie entsprechende Beteiligungen ausgestaltet werden. Neben klaren Zuständigkeiten komme es vor allem auf die Auswahl geeigneter Partner an.
„Wenn man Investoren aus einem vertrauenswürdigen Umfeld auswählt, bei denen man weiß, dass sie dem Verein nichts Böses wollen, ist das eine wichtige Grundvoraussetzung.“
Auch eine transparente Kommunikation gegenüber den Mitgliedern und Fans hält Hellmann für wichtig.
Der FC Bayern bleibt trotz des Viessmann-Einstiegs mehrheitlich in Vereinshand. Der FC Bayern München e.V. hält weiterhin 70 Prozent der Anteile an der Fußball-AG. Die übrigen 30 Prozent verteilen sich auf die vier strategischen Partner.
Für Hellmann ist das ein Modell, das auch anderen Bundesligisten als Orientierung dienen könnte. Gerade im internationalen Wettbewerb werden zusätzliche finanzielle Mittel immer wichtiger.
Der 250-Millionen-Deal der Münchner zeigt aus seiner Sicht, dass sich wirtschaftliche Stärke und die Wahrung der Vereinsinteressen nicht zwangsläufig ausschließen müssen.










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