Michael Olise ist offenbar zunehmend genervt von der Gangart seiner Gegenspieler und dem Umgang der Schiedsrichter damit. Der Offensivstar des FC Bayern soll sich in den ersten Wochen der neuen Saison bereits mehrfach bei den Unparteiischen beschwert und mehr Schutz eingefordert haben.
Wie die französische Sportzeitung L’Équipe berichtet, ist Olise der Ansicht, dass seine Gegenspieler in den bisherigen sechs Saisonspielen teilweise zu aggressiv gegen ihn vorgehen und die Schiedsrichter nicht konsequent genug einschreiten.
Der Frust darüber entlud sich dem Bericht zufolge besonders beim 0:0 der Bayern auf Schalke. Nachdem Olise versucht hatte, sich gegen drei Gegenspieler durchzusetzen, und anschließend zu Boden gegangen war, blieb der Pfiff aus.
Daraufhin suchte der Franzose das direkte Gespräch mit Schiedsrichter Schröder. Die Situation soll derart hitzig geworden sein, dass Harry Kane eingriff und seinen Mitspieler vom Unparteiischen wegführte, um eine mögliche Gelbe Karte zu verhindern.
Olise warnt Schiedsrichter: „Das geht nicht“
Laut L’Équipe machte Olise seinem Ärger auf Englisch deutlich Luft. Der 24-Jährige forderte vom Schiedsrichter ein konsequenteres Vorgehen gegen die Verteidiger.
„Sie müssen konsequenter sein, sonst werde ich am Ende noch massakriert. Sie können nicht einfach nur dastehen und nichts gegen das Verhalten ihrer Verteidiger unternehmen. Sie können nicht alles durchgehen lassen – das geht nicht.“
Die Szene zeigt eine Seite von Olise, die man beim FC Bayern bislang nur selten zu sehen bekommen hat. Der Franzose gilt außerhalb des Platzes als eher zurückhaltend und sorgt insbesondere mit seinen Leistungen für Schlagzeilen.
Auf dem Rasen scheint die zunehmende Härte gegen ihn allerdings Spuren zu hinterlassen. Olise gehört aufgrund seiner engen Ballführung und seiner Dribbelstärke zu den Bayern-Spielern, die immer wieder direkte Duelle mit mehreren Gegenspielern suchen.
Kane verhindert offenbar Gelbe Karte
Dass ausgerechnet Kane einschreiten musste, unterstreicht, wie aufgebracht Olise in der Situation auf Schalke gewesen sein soll. Der Bayern-Kapitän der englischen Nationalmannschaft erkannte offenbar die Gefahr einer Verwarnung und zog seinen Mitspieler vom Schiedsrichter weg.
Laut L’Équipe handelt es sich beim Ärger des Franzosen nicht nur um eine Reaktion auf diese eine Szene. Olise soll die Unparteiischen bereits mehrfach angesprochen haben, weil er sich bei aggressiven Zweikämpfen mehr Schutz wünscht.
Für den Bayern-Star geht es dabei offenbar vor allem um eine konsequentere Linie. Genau das machte er mit seiner deutlichen Ansage an Schröder klar.
Olise möchte sich von der härteren Gangart seiner Gegenspieler nicht von seinem Spiel abbringen lassen. Gleichzeitig erwartet er von den Schiedsrichtern, früher einzugreifen. Auf Schalke war seine Frustrationsgrenze offenbar erreicht – und Kane musste dafür sorgen, dass die hitzige Diskussion nicht noch weitere Konsequenzen hatte.










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