Die Rückholaktion von Rafael van der Vaart im Sommer 2012 gehört zu den emotionalsten Transfers der HSV-Geschichte. Doch beinahe wäre alles ganz anders gekommen.
Ex-Sportchef Frank Arnesen hat nun enthüllt, dass er damals eigentlich einen anderen Spieler im Visier hatte. In seiner kürzlich erschienenen Biografie blickt der Däne auf seine Zeit im Volkspark zurück und gewährt dabei spannende Einblicke in die Transferplanungen rund um die Saison 2012/13. Gerade die Verpflichtung von van der Vaart sei demnach keinesfalls seine bevorzugte Lösung gewesen.
„Normalerweise hätte sich der HSV einen Spieler wie ihn nicht leisten können“, schreibt Arnesen mit Blick auf den Niederländer. Möglich wurde die spektakuläre Rückholaktion vor allem durch die finanzielle Unterstützung von Investor Klaus-Michael Kühne, der sich laut Arnesen lieber für prominente Neuzugänge begeisterte als für langfristige Investitionen in die Nachwuchsarbeit.

Dabei hatte der damalige HSV-Sportchef offenbar einen ganz anderen Plan. „Ich schlug ihm vor, in unsere Jugendabteilung zu investieren. Daran war er jedoch überhaupt nicht interessiert“, erinnert sich Arnesen. Stattdessen forcierte Kühne die Rückkehr van der Vaarts.
HSV: Arnesen war hinter Oscar her
Arnesens Wunschkandidat hingegen war Oscar. Mit gerade einmal 21 Jahren galt der Brasilianer damals als eines der spannendsten Talente im Weltfußball. „Doch das konnte ich vergessen. Herr Kühne war von van der Vaart begeistert“, schildert der Ex-HSV-Boss rückblickend. Letztlich verpflichtete der HSV also den bereits 29 Jahre alten Spielmacher. Van der Vaart wurde noch einmal zum Publikumsliebling und besaß großen Anteil am siebten Tabellenplatz in der Saison 2012/13. Insgesamt erfüllten sich die großen Hoffnungen in den 13-Millionen-Euro Transfer jedoch nicht.
Oscar startete derweil auf internationaler Bühne durch. Der Mittelfeldmann spielte vier Jahre lang beim FC Chelsea und gewann dort zweimal die englische Meisterschaft. Zudem absolvierte er 48 Länderspiele für Brasilien und erzielte beim legendären 1:7 gegen Deutschland im WM-Halbfinale 2014 den späten Ehrentreffer. Für Arnesen blieb eine Zusammenarbeit mit Oscar allerdings ein unerfüllter Wunschtraum.









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