Nach dem gegen Werder Bremen spät kassierten 2:2-Ausgleich musste Borussia Dortmund am Mittwochabend die nächste, nochmals größere Enttäuschung wegstecken. Beim FK Bodö/Glimt unterlagen die Schwarz-Gelben am zweiten Spieltag der Champions League mit 0:1 und waren anschließend ziemlich bedient.
Niko Kovac fand nach Spielschluss bei DAZN deutliche Worte: „Wir haben bis zum Gegentreffer gar nicht stattgefunden. In der ersten Halbzeit haben wir die Leidenschaft und die Intensität nicht gehabt, den Fußball nicht gespielt, den wir brauchen, um hier zu gewinnen“, so der BVB-Coach, der nach seinen personellen Korrekturen in der 60. Minute zwar eine Steigerung sah, aber keine Zweifel daran ließ, dass das Ergebnis unter dem Strich dennoch in Ordnung ging: „Erst nach dem Vierfachwechsel sind wir besser ins Spiel gekommen und haben dann das Heft in die Hand genommen. Aber bis zu diesem Zeitpunkt war der Gegner klar besser. Wir haben das Spiel zu Recht verloren.“
Waldemar Anton, der den BVB in Norwegen als Kapitän aufs Feld führte, schloss sich der Analyse seines Trainers weitgehend an. „Es war uns klar, was auf uns zukommt, aber wir haben nicht gut gespielt, waren nicht griffig genug. Das war deutlich zu wenig. Wir haben erst nach dem Gegentor angefangen und waren danach besser in den Zweikämpfen“, schloss in die Selbstkritik indes auch noch die Chancenverwertung in der Schlussphase ein: „Am Ende hatten wir die Möglichkeiten, das 1:1 zu machen. Da müssen wir eiskalt vorm Tor sein, vor allem auswärts in der Champions League. Das war heute auch ein Problem.“
Kovac warnt vor ähnlichem Spiel in Berlin
Dafür, warum beim BVB lange nicht viel zusammenlief, hatte Kovac noch keine Erklärung, übernahm für die Pleite aber die Verantwortung: „Jeder einzelne im Kader hat die Qualität zu spielen, aber heute hat es nicht geklappt. Das nehme ich auf meine Kappe, ich habe die Mannschaft aufgestellt.“

Woran es haperte, benannte Kovac auch noch etwas detaillierter: „Die Leidenschaft hat gefehlt, das hat der Gegner viel besser gemacht. Das eine ist das Spiel mit Ball, das andere gegen den Ball. Und wir haben defensiv viel zu viel zugelassen. Offensiv kannst du den Gegner nicht in Unordnung bringen, wenn du nicht hinter die Kette spielst“, nannte der 54-Jährige wesentliche Punkte, verbunden mit der Mahnung, dass schon am Samstag beim 1. FC Union Berlin diese grundlegenden Dinge wieder stimmen müssen, um nicht die nächste Enttäuschung zu erleben: „Das wird in Berlin genauso intensiv werden. Da geht es um viel Einsatz, Leidenschaft, Willen. Das haben wir schon allzu oft erlebt, wenn man denkt, das man dahin fährt, nur um Fußball zu spielen.“










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