Zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860 München gibt es kurz vor dem Stadtderby neuen Zündstoff. Im Mittelpunkt steht ein Vorfall rund um die Meisterfeier des deutschen Rekordmeisters. Nachdem der FC Bayern strafrechtliche Schritte angestoßen haben soll, kam es nun offenbar zu einer Hausdurchsuchung bei einem Anhänger der Münchner Löwen. TSV-Präsident Gernot Mang hält das Vorgehen der Bayern für überzogen.
Im Gespräch mit der BILD wurde der 1860-Boss auf die jüngsten Entwicklungen angesprochen. Dabei machte Mang deutlich, dass er die Angelegenheit deutlich weniger dramatisch bewertet als die Verantwortlichen des FC Bayern. „Also, ich finde, man muss einfach drüberstehen über das“, erklärte der Löwen-Präsident.
Für ihn handelt es sich bei dem Vorfall nicht um eine schwerwiegende Entgleisung, sondern vielmehr um eine Aktion, die man nicht überbewerten sollte.
„Das war ja keine Beleidigung“: Mang kritisiert Bayern
Besonders die strafrechtlichen Konsequenzen stoßen bei Mang auf Unverständnis. „Also, das war ja keine Beleidigung in dem Sinn, ich sage nach wie vor, es war ein Lausbubenstreich“, betonte der 1860-Präsident.
Der Löwen-Boss ist überzeugt davon, dass der deutsche Rekordmeister gelassener auf solche Provokationen reagieren sollte. „Und ich glaube, dass der FC Bayern hier einfach über diesen Dingen stehen sollte.“
Welche konkreten strafrechtlichen Vorwürfe im Raum stehen und was die Ermittler bei der Hausdurchsuchung sicherstellen wollten, geht aus den vorliegenden Aussagen nicht hervor.
Mang stellt allerdings grundsätzlich infrage, ob die Angelegenheit eine derart weitreichende Reaktion rechtfertigt.
1860-Präsident berichtet von eigenen Beleidigungen

Um seine Haltung zu verdeutlichen, verwies Mang auf persönliche Erfahrungen mit Anfeindungen im Fußballstadion. „Ich wurde letztes Jahr auch beleidigt, aber namhaft beleidigt als Hurensohn in der Kurve. Und ich habe auch nichts gemacht“, berichtete der 1860-Präsident.
Seiner Ansicht nach gehören Provokationen im Fußball bis zu einem gewissen Grad dazu. Nicht jede Entgleisung müsse zwangsläufig juristische Konsequenzen nach sich ziehen.
„Ich sage einfach, über dieses Thema drüber stehen und gut sein lassen“, so Mang.
Die Aussagen fallen ausgerechnet vor dem Münchner Stadtderby. Am Sonntag trifft die zweite Mannschaft des FC Bayern im ausverkauften Grünwalder Stadion auf den TSV 1860 München.
Die Polizei stuft die Begegnung als Hochrisikospiel ein und bereitet einen Großeinsatz mit mehr als 300 Beamten vor.
Die jüngsten Diskussionen rund um die Meisterfeier sorgen damit für zusätzliche Brisanz vor dem ohnehin emotionalen Duell der beiden Münchner Traditionsvereine.










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