Der FC Bayern hat im vergangenen Transfersommer nicht nur mit dem Verkauf eigener Spieler Einnahmen generiert. Auch Wechsel ehemaliger Münchner Profis haben für zusätzliche Erlöse gesorgt. Einer davon ist Omar Richards, dessen Zeit beim Rekordmeister sportlich kaum Spuren hinterlassen hat.
Der Engländer war 2021 ablösefrei vom FC Reading nach München gewechselt. Beim FC Bayern konnte sich der Linksverteidiger allerdings nicht nachhaltig durchsetzen und kam in seiner einzigen Saison nur auf 17 Pflichtspieleinsätze.
Bereits nach einem Jahr trennten sich die Wege wieder. Nottingham Forest verpflichtete Richards und überwies knapp zehn Millionen Euro nach München. Für Bayern war das Geschäft finanziell damit schon damals äußerst lukrativ: Der Spieler war ablösefrei gekommen und brachte kurze Zeit später einen Millionenbetrag ein.
Bayern kassiert rund 300.000 Euro
Damit war das Kapitel Richards für den FC Bayern finanziell jedoch noch nicht abgeschlossen. Beim Verkauf nach Nottingham sicherten sich die Münchner dem Vernehmen nach eine Weiterverkaufsbeteiligung von 15 Prozent.

Diese Klausel zahlt sich nun aus. Richards hat Nottingham verlassen und sich Aris Saloniki angeschlossen. Für den Wechsel nach Griechenland sollen rund zwei Millionen Euro geflossen sein. Daraus würden dem FC Bayern aufgrund der vereinbarten Beteiligung zusätzliche Einnahmen von ungefähr 300.000 Euro zustehen.
Gemessen an den üblichen Transferdimensionen an der Säbener Straße ist das zwar keine gewaltige Summe. Bemerkenswert ist dennoch, dass Bayern Jahre nach dem Abschied des mittlerweile 28-Jährigen noch einmal von dessen Wechsel profitiert.
Auch Irankunda bringt Bayern Millionen
Dass sich Weiterverkaufsbeteiligungen auszahlen können, zeigte sich im Sommer noch wesentlich deutlicher bei Nestory Irankunda. Der ehemalige Bayern-Youngster wechselte für knapp 15 Millionen Euro vom FC Watford zu Sporting Lissabon.
Auch bei Irankunda hatten sich die Münchner beim vorherigen Verkauf eine Beteiligung gesichert. Dadurch flossen dem Vernehmen nach rund 7,5 Millionen Euro zusätzlich nach München.
Solche Klauseln sind damit zu einem nicht zu unterschätzenden Faktor bei Spielerverkäufen geworden. Bayern profitiert nicht nur unmittelbar von Ablösen, sondern kann auch Jahre später noch einmal mitverdienen, wenn sich ehemalige Spieler weiterentwickeln und erneut den Verein wechseln.
Insgesamt haben die Münchner im vergangenen Sommer mehr als 50 Millionen Euro durch zahlreiche Abgänge eingenommen. Der Fall Richards zeigt, dass sogar längst abgeschlossene Transfers weiterhin kleinere Zusatzerlöse bringen können.










Kommentare