Die Vertragsgespräche zwischen dem FC Bayern und Harry Kane befinden sich offenbar auf der Zielgeraden. Seit Wochen verhandeln beide Seiten über eine Verlängerung des 2027 auslaufenden Arbeitspapiers. Nun hat der 33-Jährige selbst bestätigt, dass eine Einigung immer näher rückt.
„Wir sind noch in guten Gesprächen, da will ich ehrlich sein. Wir sind nah dran. Manche Dinge müssen wir noch genau ausarbeiten. Ich bin glücklich dort. Ich denke, es dauert nicht mehr allzu lange, bis es eine Verkündung geben wird“, erklärte Kane im Gespräch mit dem englischen The Independent.
Eine offizielle Einigung gibt es damit zwar noch nicht, Kanes Aussagen sind jedoch das bislang deutlichste Signal für eine gemeinsame Zukunft. Zuletzt hatte auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bestätigt, dass sich beide Seiten „in guten Gesprächen“ befinden. Nach der Länderspielphase soll der Poker aus Bayern-Sicht möglichst „langsam zu Ende kommen“.
Ein Detail, das bei den abschließenden Verhandlungen eine Rolle spielen könnte, ist eine mögliche Ausstiegsklausel. Bereits Kanes aktueller Vertrag enthält eine solche Exit-Option. Auch bei einer Verlängerung soll das Lager des Engländers dazu tendieren, erneut eine entsprechende Regelung zu vereinbaren.
„Bayern hat keine Angst davor“
Für die Münchner wäre eine neue Klausel offenbar kein Ausschlusskriterium. Wie BILD-Chefreporter Christian Falk berichtet, sehen die Bayern-Verantwortlichen darin kein großes Risiko. Entscheidend sind dabei auch die Erfahrungen aus Kanes bisherigem Vertrag.
„Bayern hat keine Angst davor, weil sie damit schon mal umgehen musste und Kane sie [die Ausstiegsklausel] nie gezogen hat. Um die Zahlen wurde immer ein Geheimnis gemacht, aber beim letzten Mal lag sie bei 80 Millionen Euro im ersten Jahr – und er hat sie nicht gezogen. Im zweiten Jahr waren es 65 Millionen Euro – und er hat sie nicht gezogen“, erklärt Falk.
Trotz zahlreicher Spekulationen über einen möglichen Wechsel machte Kane bislang keinen Gebrauch von seiner Exit-Option. Auch deshalb könnten sich die Münchner bei den aktuellen Gesprächen erneut kompromissbereit zeigen.
„Deswegen denke ich, dass es auch in Ordnung ist, eine Klausel in seinen neuen Vertrag zu packen. Ich denke nicht, dass sich Bayern großartig dagegen wehren wird“, so Falk.
Laufzeit bleibt noch offen

Wie eine neue Ausstiegsklausel konkret ausgestaltet wäre, welche Ablösesumme festgeschrieben werden könnte und ab welchem Zeitpunkt sie gelten würde, ist bislang nicht bekannt.
Auch bei der Vertragslaufzeit gibt es noch keine bestätigte Lösung. Die Bayern sollen eine Verlängerung bis 2029 favorisieren. Kane selbst soll dagegen auch mit Blick auf die nächste Weltmeisterschaft einen Vertrag bis 2030 bevorzugen. Ob eine Seite bei diesem Punkt nachgegeben hat oder ein Kompromiss gefunden wurde, ist offen.
Kanes jüngste Aussagen zeigen allerdings, dass diese Fragen eine Einigung offenbar nicht grundsätzlich gefährden. Der Engländer fühlt sich in München wohl und rechnet selbst schon bald mit einer Verkündung.
Damit könnte der Vertragspoker nach wochenlangen Gesprächen tatsächlich kurz vor dem Abschluss stehen. Selbst eine erneute Ausstiegsklausel scheint für den FC Bayern dabei kein entscheidendes Hindernis zu sein.










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