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Vom Sorgenkind zum Musterprofi: Der größte HSV-Aufsteiger des Sommers
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Vom Sorgenkind zum Musterprofi: Der größte HSV-Aufsteiger des Sommers

Hinter Rayan Philippe liegt ein kompliziertes erstes HSV-Jahr. Nach starkem Start verlor der Franzose in der Rückrunde zunehmend an Einfluss und fand sich am Saisonende fast ausschließlich auf der Bank wieder.

In der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 präsentiert sich der 25-Jährige nun jedoch wie verwandelt. Mehr noch: Aktuell zählt er ohne jeden Zweifel zu den größten Gewinnern des Sommers. Das zeigte sich auch beim 2:2 gegen den Champions-League-Teilnehmer OSC Lille. Philippe traf in der 98. Minute per direkt verwandeltem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:1, überzeugte darüber hinaus mit viel Aktivität und harmonierte erneut auffallend gut mit Patson Daka. Beinahe hätte er sogar noch ein Tor zum 3:1 nachgelegt.

Dabei kommt dem Angreifer ganz offensichtlich auch seine veränderte Rolle entgegen. Im von Merlin Polzin bevorzugten 3-4-2-1-System wird Philippe deutlich zentraler eingesetzt als noch in der Vorsaison, als er meist über den rechten Flügel kam. Schon vor wenigen Tagen hatte der ehemalige Braunschweiger gegenüber den vereinseigenen Medien erklärt, dass ihm die vielen Kombinationsmöglichkeiten im Zentrum besonders liegen. Die bisherigen Testspiele scheinen ihm Recht zu geben.

Rayan Philippe
Foto: IMAGO

HSV-Star Philippe: „Er ist immer der Erste, der da ist“

Dass hinter dem Formanstieg jedoch weitaus mehr steckt als nur eine Positionsanpassung, deutete nun Kapitän Nicolai Remberg an. „Er ist wieder etwas aktiver, was das Gym angeht. Da ist er immer sehr, sehr fleißig“, berichtete der Mittelfeldspieler nach der Partie gegen Lille. „Phasenweise hat er da vielleicht nicht so sein Programm durchgezogen wie immer.“ Inzwischen habe Philippe jedoch sichtbar zugelegt. „Er ist jetzt immer der Erste, der da ist. Er hat auf jeden Fall einen Schritt gemacht“, so Remberg.

Auch Polzin zeigte sich von der Entwicklung seines Schützlings angetan. Der HSV-Coach bezeichnete Philippe als „absoluten Musterprofi“ und lobte dessen Ehrgeiz ausdrücklich. „Er hat sich viel vorgenommen. Das zeichnet ihn als Charakter aus.“ Besonders gefreut habe ihn der sehenswerte Freistoßtreffer. „Mein einziges Wort nach dem Tor war, glaube ich, dreimal hintereinander ‚beautiful‘“, verriet Polzin.

Philippe selbst verweigerte nach dem Spiel trotz des ausdrücklichen Wunsches der Vereinsverantwortlichen die Interviews. Seine Leistungen sprechen derzeit allerdings laut genug für ihn.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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