Joachim Löw ist der letzte Trainer, der mit dem DFB-Team einen Titel gewann. Für seinen Nachfolger Jürgen Klopp hat er einen Rat.
Nachdem Hansi Flick und Julian Nagelsmann nicht den erhofften Erfolg zurückbrachten, soll es nun der 59-Jährige Klopp richten. Löw, der von 2006 bis 2021 bei der Nationalmannschaft an der Seitenlinie stand, ist von der Lösung mit dem Ex-Dortmunder überzeugt.
„Jürgen Klopp hat über viele Jahre auf höchstem Niveau bewiesen, welche Qualität er als Trainer und als Persönlichkeit hat“, sagte Löw gegenüber dem Münchener Merkur: „Er kennt den deutschen Fußball, hat international große Erfolge gefeiert und kann Menschen für eine Idee begeistern.“
DFB-Kenner Löw rät Klopp: „Man braucht Geduld“
Er erwartet nun, dass Klopp “ der Mannschaft eine klare Identität gibt. Jürgen steht für Energie, Intensität und eine starke Verbindung zwischen Mannschaft und Fans“, betonte Löw: „Aber auch bei ihm wird nicht alles von heute auf morgen funktionieren. Nach einer enttäuschenden WM braucht es Vertrauen, Geduld und eine Mannschaft, die wieder mit großer Überzeugung für Deutschland spielt.“
Klopp kündigte auch innerhalb des Verbandes Neuerungen an. Löw warnte seinen Nachfolger jedoch, alles auf einen Schlag umkrempeln zu wollen. „Ein großer Verband ist naturgemäß komplex, weil viele Menschen, Gremien und Interessen zusammenkommen. Veränderungen brauchen deshalb Klarheit, Überzeugung und oft auch Geduld“, weiß der langjährige Bundestrainer.

Als Bundestrainer könne man „Impulse geben, aber man kann und sollte nicht alles allein verändern wollen“, erklärte der 66-Jährige: „Entscheidend ist, dass die sportlichen Verantwortlichen gemeinsam an einer einheitlichen Linie arbeiten und dass Strukturen am Ende den Fußball unterstützen, nicht umgekehrt.“
Am Donnerstagabend absolviert das DFB-Team sein erstes Spiel unter Klopp. Im Amsterdam wartet zum Auftakt die Niederlande auf die deutsche Auswahl. Auch bei der Elftal steht mit Xavi Hernandez ein neuer Coach auf der Kommandobrücke. Der Spanier trat nach der enttäuschenden WM die Nachfolge von Ronald Koeman an.









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