Nach dem Schalke-Sieg bei Union Berlin sorgt Schiedsrichter Timo Gerach für emotionale Worte. Seine Verletzung hatte zuvor für einen kuriosen Moment gesorgt.
Der FC Schalke 04 durfte bei Union Berlin einen ganz besonderen Abend feiern. Beim 3:1-Erfolg gelang den Königsblauen der erste Bundesliga-Sieg seit 1225 Tagen. Für Aufsehen sorgte allerdings nicht nur das Geschehen rund um die Mannschaft von Trainer Miron Muslic. Auch Schiedsrichter Timo Gerach erlebte einen Abend, den er so schnell wohl nicht vergessen wird.
Nach knapp einer Stunde ging es für den 39-Jährigen plötzlich nicht mehr weiter. Gerach hatte sich an der rechten Wade verletzt und musste die Leitung der Partie beim Stand von 2:0 für Schalke abgeben. Später schilderte er auf Instagram, was ihm in diesem Moment durch den Kopf gegangen war: „Bitte nicht! Nicht heute! Nicht bei diesem Spiel! Warum?“
Gerach wurde zunächst behandelt, konnte jedoch nicht weitermachen. Insgesamt war die Partie rund neun Minuten unterbrochen. Die Spieler hielten sich währenddessen mit Pässen auf dem Rasen warm. Schließlich übernahm der Vierte Offizielle Jarno Wienefeld. Für den 28-Jährigen wurde der ungewöhnliche Einsatz damit gleichzeitig zum Bundesliga-Debüt.
Nach Schalke-Sieg: So geht es Schiedsrichter Gerach
Gerach hatte sich intensiv auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz der noch jungen Saison vorbereitet. Umso schwerer traf ihn das vorzeitige Aus. „Ein Spiel als Schiedsrichter nicht zu Ende bringen zu können, fühlt sich schwer an“, erklärte der Unparteiische einen Tag später. Es fühle sich „vielleicht sogar ein Stück weit wie Versagen“ an, obwohl ihm bewusst sei, dass er sich für eine Verletzung nicht schämen müsse.

Nach Informationen der BILD wurde Gerach noch im Stadion von einem DFB-Physiotherapeuten versorgt. Auch die medizinischen Abteilungen von Schalke und Union sollen ihre Unterstützung angeboten haben. Sogar als Vierter Offizieller wollte Gerach zunächst noch weitermachen, die Schmerzen ließen dies jedoch nicht zu.
Eine MRT-Untersuchung soll nun Klarheit über die genaue Schwere der Wadenverletzung bringen. Die bald anstehende Länderspielpause kommt für Gerach daher zu einem günstigen Zeitpunkt. Sein Ziel ist klar: erholen und anschließend zurückkehren. Seine kämpferische Botschaft: „Hinfallen, Aufstehen. Arbeiten. Zurückkommen.“









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