Max Eberls Vertrag beim FC Bayern ist bis 2029 datiert. Uli Hoeneß hat nun erzählt, dass ihm seine eigenen öffentlichen Prognosen zu dieser Personalie klubinterne Kritik eingebracht haben. Der Ehrenpräsident spricht von Ärger hinter den Kulissen.
Anlass war das Jubiläums-Event „80 Jahre FC Bayern Basketball – never done“, bei dem Hoeneß auf seine Aussagen aus dem Sommer zurückblickte. Ende Juli hatte er die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung mit „100 Prozent“ angegeben. Die entscheidende Abstimmung im Aufsichtsrat folgte allerdings erst Ende August.
Im Verein kam diese Festlegung offenbar nicht überall gut an. „Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt – intern“, sagte Hoeneß.
Namen nannte der 74-Jährige nicht. Er schilderte die damalige Lage aber als Zwangssituation: „Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera.“
Vom Zweifel zur Rückendeckung
Wenige Wochen vor der Tegernsee-Aussage hatte Hoeneß die Aussichten auf eine Einigung noch mit „60 zu 40“ bewertet. Gefragt, ob es Zweifel an der Arbeit des Sportvorstands gebe, antwortete er damals mit „Ja!“. Eberl zeigte sich verärgert: „Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht.“

Anschließend sprachen sich beide aus. Aus Sicht des Ehrenpräsidenten hat sich seither vor allem der Umgang im Klub verändert: „Ich finde, dass Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins sich mehr geöffnet hat. Wir alle, Karl-Heinz und ich, aber auch Herbert Hainer sind von ihm viel besser informiert worden über alles, als es vorher der Fall war.“ Früher habe Eberl „so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt“, das habe er grundlegend geändert.
Auch die Arbeit auf dem Transfermarkt lobte Hoeneß ausdrücklich. „Vor allem, wenn man die Transferperiode sieht: Unseren Vorschlag, möglichst früh die Spieler zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind, hat er auch zu 100 Prozent umgesetzt“, erklärte er. Statt der vorgesehenen rund 50 Millionen Euro seien nur etwa 30 Millionen investiert worden, weil Verkäufe knapp 70 Millionen einbrachten: „Also da ist gute Arbeit geleistet worden.“
Präsident Herbert Hainer hatte zuletzt bestritten, dass es rund um die Personalie ein langes internes Hin und Her gegeben habe. Hoeneß bestätigt nun immerhin, dass seine Prozentangaben im Klub für Unmut sorgten. Wer ihn dafür kritisierte, bleibt offen.










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