Beim FC Bayern wird der Konkurrenzkampf in der kommenden Saison noch einmal deutlich intensiver. Mit Nathaniel Brown haben die Münchner ihre Defensive weiter verstärkt. Josip Stanisic sieht darin jedoch keinen Nachteil – im Gegenteil: Der kroatische Nationalspieler möchte sich dem internen Duell stellen und den Trainer mit seinen Leistungen vor schwierige Entscheidungen stellen.
Die personelle Situation in der Bayern-Abwehr hat sich im Vergleich zur Vorsaison noch einmal verändert. Nathaniel Brown erweitert die Optionen von Vincent Kompany auf den Außenbahnen. Hinzu kommen flexible Defensivspieler wie Konrad Laimer, Hiroki Ito und Josip Stanisic, die mehrere Positionen bekleiden können.
Für Stanisic ist die neue Konkurrenz allerdings kein Grund zur Sorge. Vor dem Testspiel gegen Aston Villa sprach der 25-Jährige offen über seine Situation.
Stanisic will den Konkurrenzkampf annehmen
„Meine Rolle hat sich nicht geändert. Vorher, als Hiroki kam – er kann ja auch die Position spielen –, lag es auch schon an mir, die Entscheidung für den Trainer schwer zu machen. Als Team ist es großartig, einen weiteren starken Spieler im Team zu haben“, erklärte der Kroate.
Der Defensiv-Allrounder machte deutlich, dass ein qualitativ hochwertiger Kader aus seiner Sicht unverzichtbar sei, um auf höchstem Niveau dauerhaft erfolgreich zu sein.
„Wir haben so viele Spiele, am Ende war fast jeder fit, weil wir viele Wechsel vorgenommen hatten und nicht alle jedes Spiel absolvieren mussten. So wie der Fußball sich entwickelt, braucht man einen großen Kader mit tollen Spielern, um am Ende einer langen Saison gewinnen zu können.“
PSG als Vorbild

Stanisic zählt aufgrund seiner Vielseitigkeit zu den wichtigsten taktischen Optionen für Kompany. Der Nationalspieler kann sowohl auf beiden Außenverteidigerpositionen als auch im Abwehrzentrum eingesetzt werden und verschafft dem Bayern-Coach dadurch zusätzliche Flexibilität.
Dass Rotation künftig noch wichtiger wird, zeigt für Stanisic auch der Blick auf den europäischen Spitzenfußball.
„Paris hat das vorgemacht, weil sie die zweite Mannschaft auch mal in der Liga einsetzen können. Sie können da mehr Wechsel vornehmen als viele andere. Für uns ist es großartig, für mich wird der Hunger größer, meinen Platz zu finden – dann muss der Trainer die Entscheidung treffen, wer spielen soll.“
Mit dieser Einstellung verkörpert Stanisic genau den Konkurrenzgedanken, den Vincent Kompany beim FC Bayern etablieren möchte. Kein Spieler soll sich seines Stammplatzes sicher sein – stattdessen sollen Leistung und Form über die Einsatzzeiten entscheiden. Die größere Kadertiefe könnte sich gerade in einer Saison mit zahlreichen Pflichtspielen als entscheidender Vorteil im Kampf um Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League erweisen.










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