Vor vier Jahren krönte sich die U17 des FC Schalke 04 zum Deutschen Meister. Einige Talente haben mittlerweile Sprung in den Profibereich geschafft.
Das Endspiel um die Meisterschaft hätte dramatischer kaum laufen können. Erst im Elfmeterschießen behielt Königsblau gegen den VfB Stuttgart die Oberhand und krönte sich damit zum dritten Mal zum B-Jugend-Meister. Als Trainer saß damals Onur Cinel auf der Bank, der inzwischen Co-Trainer der österreichischen Nationalmannschaft unter Ex-Schalker Ralf Rangnick ist. In der vergangenen Saison war der gebürtige Essener zudem erstmals als Chefcoach im Profibereich tätig, musste bei Cercle Brügge aber vor Saisonende gehen.
Der Meistertrainer ist nicht der einzige, der es nach dem Titel in den Profifußball geschafft hat. Vier Akteure der damaligen Mannschaft kicken noch heute für S04. Mertcan Ayhan, der als Jüngster damals nicht zum Einsatz kam, ist heute auf dem Sprung zum Stammspieler bei den Profis und hat gerade erst einen neuen Vertrag unterschrieben. In der vergangenen Saison gelang unter Miron Muslic zudem Vitalie Becker der Durchbruch, der schon 2021/2022 als Top-Talent galt, aber danach zunächst von Verletzungen ausgebremst wurde.
Über Schalke zur WM: Ouedraogo nur von Verletzungen zu stoppen
Als unumstrittener Stammspieler wurde Max Grüger Meister und schnupperte bereits 2024/2025 Profi-Luft, wurde inzwischen aber in die U23 versetzt und gilt als Wechselkandidat. Ebenfalls zum Kader der Regionalliga-Knappen gehört Faaris Yusufu, der sich in der U17 zwischen den Pfosten mit dem derzeit verliehenen Luca Podlech abwechselte. Zeitgleich mit Grüger stieg Taylan Bulut zu den Profis auf, seit seinem Wechsel zu Besiktas stagniert der Außenverteidiger jedoch.

Das erste Talent, dem der Durchbruch im Seniorenbereich gelang, war Assan Ouedraogo in der Saison 2023/2024. Im ersten Jahr nach dem erneuten Abstieg aus der Bundesliga war das Eigengewächs der große Lichtblick in einer enttäuschenden Mannschaft, hatte aber mit wiederkehrenden Verletzungen zu kämpfen.
Nach einer Spielzeit in Liga zwei wechselte der Edeltechniker nach Leipzig, musste aber auch dort lange zuschauen. 2025/2026 etablierte er sich als Stammspieler bei den Sachsen und wurde von Julian Nagelsmann sogar für die WM nachnominiert. Ouedraogo gilt mit seinen 20 Jahren noch immer als eines der größten Mittelfeldtalente Europas, hat seine Verletzungsprobleme aber bis heute nicht dauerhaft überwinden können.
Osmani läuft für Ex-Klub von Muslic auf
Aus der Meistermannschaft wurden zudem Tristan Osmani und Niklas Barthel mit Profiverträgen ausgestattet. Offensivspieler Osmani stand nur einmal im DFB-Pokal im Spieltagskader und lief ansonsten in der U23 auf. Seit 2025 spielt er wieder in der österreichischen Heimat und steht bei Zweitligist Floridsdorfer AC – übrigens ein Ex-Verein von Miron Muslic – unter Vertrag. Innenverteidiger Barthel kickt inzwischen für den FC Gütersloh. Beim 2:1-Testspielsieg seiner Mannschaft gegen Schalke wurde er nach einer knappen Stunde eingewechselt.

Direkt nach dem Titel 2022 verabschiedete sich Vincent Burlet in Richtung Lille. Einmal lief er für den Klub in der Ligue 1 auf und wurde mehrmals verliehen, ehe er vor wenigen Wochen dauerhaft zum polnischen Erstligisten Cracovia wechselte. Erstligaminuten sammelte zudem Batuhan Yavuz, der für Alanyaspor zwei Einsätze in der Süper Lig verzeichnete. Viele weitere B-Jugend-Meister sind inzwischen im hohen Amateurbereich aktiv, darunter auch Abwehrchef Armend Likaj (St. Tönis, Oberliga) und Top-Torjäger Niklas Dörr (FSV Hollenbach, Verbandsliga).









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