Während der Gegenwind aus Fußballkreisen immer stärker wird, kann sich Gianni Infantino auf Donald Trump verlassen. Der US-Präsident stärkt dem FIFA-Boss den Rücken.
„Die FIFA würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn sie aus irgendeinem Grund auch nur in Erwägung ziehen würde, Präsident Gianni Infantino zu ersetzen“, schrieb Trump am Dienstagmorgen auf seiner Plattform Truth Social: „Er ist fantastisch und hat gerade die mit Abstand erfolgreichste Fußball-Weltmeisterschaft geleitet, die es je gab – und zwar um das Vierfache. Wenn er weg ist, wird sie nie wieder so erfolgreich oder profitabel sein!“
Die Kritik an Infantino erreicht derzeit neue Dimensionen, nachdem der FIFA-Präsident geplant hatte, das Unternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) zu gründen, dass in Zukunft die Vermarktung der FIFA-Turniere verwalten sollte. Investoren hätten laut Infantinos Plan dann Anteile an der FFE erwerben können.
Weiter Ärger um WM-Pläne: Verbände werfen Infantino Täuschung vor
Nachdem sich mehrere Kontinentalverbände, darunter die UEFA und die CONCACAF vehement gegen den Vorschlag gewehrt hatten, hat der Schweizer seinen Plan inzwischen verworfen. Sein Vorgehen sorgt dennoch weiter für Ärger zwischen den Verbänden. Infantino hatte den Konföderationen eine Frist gesetzt, um über seine Pläne abzustimmen, sie vorher aber nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden. Während sich der Weltverband nach einer Krisensitzung demonstrativ hinter seinen Präsidenten stellte, entzog die UEFA der FIFA und Infantino das Vertrauen.

In einem offenen Brief, den neben den Europäern auch die nord- und zentralamerikanische CONCACAF und die asiatische AFC unterzeichneten, warfen die Konföderationen Infantino „Täuschung“ vor. „Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben – oder zu fordern, dass man sie hat. Es ist eine Pflicht, der Fußballfamilie zu dienen, die einem diese Verantwortung anvertraut“, heißt es in dem Brief: „Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich eine Person über das Kollektiv stellt, das ihr die Autorität anvertraut hat, dann wurde diese Pflicht aufgegeben.“









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