Die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern ist offenbar geklärt. Der Sportvorstand soll bereits über die Entscheidung der Klub-Bosse informiert worden sein.
In den vergangenen Monaten wurde immer wieder über die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern diskutiert. Nun deutet alles darauf hin, dass der 52-Jährige über das Ende seines aktuellen Vertrags hinaus in München bleiben wird. Die entscheidenden Weichen für eine Verlängerung sind bereits gestellt.
Nach Informationen der Sport BILD hat sich der Präsidialausschuss des FC Bayern dafür ausgesprochen, den bis zum 30. Juni 2027 laufenden Vertrag mit Eberl zu verlängern. Präsident Herbert Hainer soll den Sportvorstand während der jüngsten Asienreise nach Südkorea und Hongkong persönlich über diese Entscheidung informiert haben.
Formal abgeschlossen ist die Verlängerung allerdings noch nicht. Der neunköpfige Aufsichtsrat muss dem Vorschlag noch zustimmen. Die entsprechende Sitzung ist laut dem Bericht für den 25. August angesetzt. Eine Überraschung wäre ein Scheitern allerdings: Eberl soll bereits fünf der neun Stimmen sicher haben.
Eberl hat Hoeneß und Rummenigge überzeugt
Dass sich die Stimmung rund um den Sportvorstand derart deutlich gedreht hat, ist bemerkenswert. Noch vor wenigen Monaten hatte es durchaus Zweifel an Eberls Zukunft gegeben. Uli Hoeneß bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer Weiterbeschäftigung im Mai öffentlich noch auf „60 zu 40 Prozent“. Zuletzt am Tegernsee sprach der Ehrenpräsident dagegen bereits von „hundert Prozent“.
Hinter diesem Sinneswandel steckt offenbar auch Eberls veränderte Zusammenarbeit mit den einflussreichen Entscheidern des Vereins. Nach Informationen der Sport BILD suchte der Sportvorstand in den vergangenen rund 80 Tagen verstärkt den Austausch mit Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Gerade bei Transferfragen habe Eberl beide regelmäßig eingebunden. Diese größere Transparenz sei intern positiv registriert worden.
Die entscheidende Sitzung des Präsidialausschusses fand dem Bericht zufolge bereits am Vormittag des 30. Juli statt – also genau an jenem Tag, an dem Hoeneß seine 100-Prozent-Aussage tätigte. Das Gremium sprach sich dort für eine Vertragsverlängerung aus. Noch offen sind allerdings die neue Laufzeit und das Gehalt Eberls. Diese Punkte müssen mit dem gesamten Aufsichtsrat besprochen und beschlossen werden.
Auch Eberls Arbeit auf dem Transfermarkt soll bei der Neubewertung eine entscheidende Rolle gespielt haben. Vor allem die Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari werden intern positiv bewertet. Beim rund 55 Millionen Euro teuren Saibari-Transfer führten Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen gemeinsam die Verhandlungen mit der PSV Eindhoven. Der Brown-Deal wird dagegen zu großen Teilen Eberl zugeschrieben.
Eberl sammelt Punkte mit Transfers von Saibari und Brown
Der Sportvorstand soll bei beiden Transfers mit seiner Vorbereitung und seinem Verhandlungsgeschick überzeugt haben. Damit konnte Eberl offenbar auch die zuvor intern vorhandene Kritik entkräften, Transfers teilweise zu schnell und dadurch zu teuer abzuschließen. Brown und Saibari wurden zudem bereits frühzeitig verpflichtet, wodurch die Bayern in diesem Sommer weniger Gefahr laufen, kurz vor dem Deadline Day unter großen Handlungsdruck zu geraten.
Eine Aufgabe bleibt für Eberl dennoch. Bei den Verkäufen von Spielern wie Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza erwartet der Aufsichtsrat weitere Ergebnisse. Nach dem Bericht steht der Sportvorstand bei diesen Personalien entsprechend unter Druck. Gleichzeitig herrscht zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Einigkeit, dass selbst bei weiteren Abgängen aktuell keine zusätzlichen Neuzugänge für diesen Transfersommer geplant sind.
An der grundsätzlichen Entscheidung über Eberls Zukunft dürfte das aber nichts mehr ändern. Der Präsidialausschuss hat grünes Licht gegeben, Hainer hat den Sportvorstand bereits persönlich informiert und die notwendige Mehrheit im Aufsichtsrat scheint vorhanden. Am 25. August soll nun der nächste formelle Schritt folgen.










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