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Palhinha-Poker: „Bayern würden Leihe am Ende in Kauf nehmen“
FCBinsideFCBinside·VonSebastian Mittag

Palhinha-Poker: „Bayern würden Leihe am Ende in Kauf nehmen“

Der FC Bayern will Joao Palhinha unbedingt verkaufen. Aston Villa bietet bislang jedoch nur eine Leihe mit Kaufoption – und könnte die Münchner damit bis zum Deadline Day unter Druck setzen.

Im Transferpoker um Joao Palhinha liegen der FC Bayern und Aston Villa bei der gewünschten Struktur des Deals weiterhin deutlich auseinander. Während die Münchner einen endgültigen Schlussstrich unter das Kapitel ziehen wollen, setzt der englische Klub bislang auf ein Leihgeschäft.

Nach Informationen von Sky sowie anderer Medien hat Aston Villa inzwischen ein konkretes Angebot bei den Bayern und Sportvorstand Max Eberl hinterlegt. Dieses sieht eine Leihe des 31-Jährigen inklusive Kaufoption vor. Für den deutschen Rekordmeister ist ein solches Modell zum jetzigen Zeitpunkt allerdings keine Option.

Die Haltung der Bayern geht offenbar sogar noch einen Schritt weiter. Dem Bericht zufolge wollen die Verantwortlichen aktuell nicht einmal einer Leihe mit Kaufverpflichtung zustimmen. Das klare Ziel lautet weiterhin, Palhinha noch in diesem Sommer fest zu verkaufen und damit sowohl eine Ablöse zu generieren als auch das hohe Gehalt des Portugiesen dauerhaft einzusparen.

Auf Spielerseite dürfte eine Einigung dagegen keine größere Hürde darstellen. Palhinha und Aston Villa sind sich grundsätzlich über einen Wechsel einig. Nach Angaben von Sky wurde zwischen den Beteiligten bereits über konkrete Zahlen gesprochen.

Ändert Bayern am Deadline Day seine Haltung?

Entscheidend wird deshalb sein, ob Aston Villa sein Angebot noch einmal verändert – oder ob die Bayern mit Blick auf das Ende der Transferperiode ihre harte Haltung aufweichen müssen.

Sky-Reporter Florian Plettenberg hält zumindest ein Szenario für denkbar, in dem die Münchner am Ende doch einer erneuten Leihe zustimmen. „Die Leihe mit Kaufoption ist, glaube ich, am Ende, wenn wir bis zum Deadline Day noch keine Lösung haben, das größtmögliche Übel, das die Bayern in Kauf nehmen würden.“

Aktuell bleibt ein Verkauf also die mit Abstand bevorzugte Lösung. Sollte sich bis kurz vor Schließung des Transferfensters jedoch kein Abnehmer finden, der bereit ist, Palhinha fest zu verpflichten, könnte Aston Villas Modell für die Bayern laut Plettenberg noch einmal interessant werden.

Für Eberl wäre eine weitere Leihe allerdings alles andere als die Wunschlösung. Bereits in der vergangenen Saison hatte der FC Bayern den Mittelfeldspieler an Tottenham Hotspur verliehen. Die Londoner verfügten über eine Kaufoption, entschieden sich anschließend aber gegen eine feste Verpflichtung. Palhinha kehrte deshalb in diesem Sommer nach München zurück.

Dabei war der Portugiese erst 2024 für rund 50 Millionen Euro vom FC Fulham verpflichtet worden. Der erhoffte Durchbruch beim FC Bayern blieb jedoch aus. Inzwischen spielt Palhinha in den langfristigen sportlichen Planungen offenbar keine entscheidende Rolle mehr.

Palhinha hat keine Zukunft bei Bayern

Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist groß. Mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic stehen Kompany etablierte Optionen zur Verfügung, zudem soll Tom Bischof künftig mehr Verantwortung übernehmen. Auch Bara Sapoko Ndiaye gehört nach seiner festen Verpflichtung zum Aufgebot.


 

Palhinha selbst hat mittlerweile akzeptiert, dass seine Perspektive beim FC Bayern begrenzt ist, und beschäftigt sich konkret mit einem Abschied. Neben Aston Villa wurden zuletzt auch Newcastle United und Benfica als Interessenten gehandelt. Besonders konkret ist derzeit allerdings die Spur nach Birmingham.

Aston Villa kann Palhinha zudem eine sportlich attraktive Perspektive bieten. Trainer Unai Emery soll dem Mittelfeldspieler bereits signalisiert haben, fest mit ihm zu planen. Die grundsätzlichen Voraussetzungen für einen Wechsel wären damit vorhanden.

Der Knackpunkt bleibt das Transfermodell. Noch hofft der FC Bayern auf einen festen Verkauf. Je näher der Deadline Day rückt, desto größer könnte allerdings der Druck auf Eberl werden, einen Kompromiss einzugehen. Dann wäre selbst die bislang abgelehnte Leihe mit Kaufoption möglicherweise nicht mehr vollständig ausgeschlossen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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