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Zoff in der Frauen-Bundesliga: Bayern stemmt sich gegen Liga-Pläne
FCBinsideFCBinside·VonLukas Neth

Zoff in der Frauen-Bundesliga: Bayern stemmt sich gegen Liga-Pläne

In der Frauen-Bundesliga zeichnet sich ein Streit über die Zukunft des Wettbewerbs ab. Die geplante Einführung von Play-offs sorgt bei den Topklubs für erheblichen Widerstand. Vor allem der FC Bayern und der VfL Wolfsburg stellen sich klar gegen die Reformpläne der Liga.

Die Play-off-Pläne der Frauen-Bundesliga sorgen für viele Diskussionen. Hintergrund der Überlegungen ist die Suche nach neuen Wegen, um die Frauen-Bundesliga attraktiver zu machen und die Einnahmen aus der Vermarktung der Medienrechte zu steigern.

Ab der Saison 2027/28 könnten demnach die vier besten Teams zunächst in einem Halbfinale und anschließend in einem Endspiel um die Meisterschaft spielen.

Für Bayern-Direktorin Bianca Rech kommt dieses Modell allerdings nicht infrage. „Play-offs bedeuten eine Abwertung der Liga und der zuvor absolvierten Saison. Der Versuch, die Attraktivität der Liga allein durch K.-o.-Spiele am Saisonende zu steigern, greift aus unserer Sicht zu kurz“, erklärte sie gegenüber der Sport BILD.

Auch Wolfsburg ist gegen Play-offs

Nun äußerte sich auch Wolfsburg-Boss Dieter Hecking. Prinzipiell ist Hecking bereit, über Änderungen und neue Ansätze nachzudenken: „Um die Erlöse aus der Vermarktung der TV-Rechte signifikant zu steigern, müssen wir auch über kreative, innovative Ansätze nachdenken.“

Den Vorschlag, Play-offs einzuführen, hält er trotzdem für falsch: „Die Einführung von Play-offs ist aus unserer Sicht aber eher ein kontraproduktiver Eingriff in den Wettbewerb. Die Liga-Phase verliert sportlich an Wert, und es ist möglich, dass nicht die beste Mannschaft der Saison Meister wird. Das kann nicht im Sinne des Sports sein“, sagte der 61-Jährige.

Play-offs sollen mehr Abwechslung bringen

Der Reformgedanke kommt nicht zufällig. Bayern und Wolfsburg haben die Frauen-Bundesliga in den vergangenen Jahren dominiert. In den vergangenen zehn Spielzeiten gingen jeweils fünf Meisterschaften an die beiden Klubs.

FC Bayern Frauen
Foto: Getty Images

Mit den Playoffs soll die Spannung im Titelkampf erhöht und die Dominanz der Topteams möglicherweise durchbrochen werden. Gleichzeitig hofft die Ligaführung auf bessere Angebote bei der nächsten Vergabe der Medienrechte.

Aktuell bringen die TV-Verträge mit ARD, ZDF, MagentaTV, DAZN, SPORT1 und Sky den Klubs rund 5,2 Millionen Euro pro Jahr. Die nächste Ausschreibung umfasst lediglich zwei statt bislang vier Spielzeiten.

Entscheidung fällt im November

Ob die Reform tatsächlich kommt, ist derzeit völlig offen. Unter den 14 Bundesligisten gibt es sowohl Befürworter als auch Gegner. Eine Kampfabstimmung bei der Mitgliederversammlung am 30. November scheint deshalb möglich.

Klar ist bereits jetzt: Der FC Bayern wird die Playoff-Pläne nicht ohne Weiteres mittragen. Für den deutschen Rekordmeister steht fest, dass eine Reform nicht zulasten des sportlichen Werts der Bundesliga und der Spielerinnen gehen darf.

Quelle: FCBinsideZum Original

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