Der Wechsel von Ludovit Reis zu Werder Bremen sorgt noch immer für reichlich Gesprächsstoff. Viele HSV-Fans empfinden den ablösefreien Gang ihres ehemaligen Kapitäns zum Nordrivalen als Verrat.
Parallel dazu wird immer deutlicher, warum sich der Niederländer trotz eigener Zweifel letztlich für den Schritt an die Weser entschied. Laut Mopo-Informationen ging Reis den Transfer keineswegs leichtfertig an. Der 26-Jährige soll durchaus Bedenken gehabt haben, wie ein Wechsel an die Weser in Hamburg aufgenommen werden würde. Ausschlaggebend war letztlich jedoch die Wertschätzung, die er von den Bremern erhielt. Demnach habe sich kein anderer Verein so intensiv um den Mittelfeldspieler bemüht.
Nach seinem schwierigen Jahr beim FC Brügge, in dem er sportlich nicht wie erhofft zum Zug kam, traf dieses Vertrauen offenbar einen Nerv. Die Perspektive, die ihm die Verantwortlichen des Nord.-Rivalen aufzeigten, überzeugte den früheren HSV-Kapitän schließlich.
Die Folgen seiner Entscheidung bekam Reis allerdings unmittelbar zu spüren. In den sozialen Netzwerken schlugen ihm nach der offiziellen Verkündung massive Anfeindungen entgegen. Der Mopo zufolge hatte der Achter zwar mit Kritik gerechnet, das Ausmaß der Reaktionen soll ihn jedoch überrascht und betroffen gemacht haben.

HSV-Fans bedrohen auch Reis‘ Lebensgefährtin
Besonders unangebracht: Nicht nur Reis selbst wurde Ziel von Hassnachrichten und Drohungen. Auch seine Lebensgefährtin erhielt entsprechende Nachrichten. Sogar ehemalige HSV-Mitspieler löschten Glückwünsche zum Transfer, nachdem sie dafür selbst massiv angegangen worden waren.
Sowohl der HSV als auch Werder positionierten sich daraufhin deutlich. „Wir verstehen, dass ein Wechsel zum Rivalen bei vielen Fans starke Emotionen auslöst“, erklärte Rothosen-Sportdirektor Claus Costa. „Was aber nicht dazugehört, sind Drohungen gegen Ludo oder seine Familie.“
Auch Werders Geschäftsführer Clemens Fritz fand klare Worte: „Bei aller Rivalität sollte es doch auch immer menschlich bleiben.“ Man distanziere sich „komplett von Hetze“. Hinter den Kulissen soll Reis dagegen viel Zuspruch erhalten haben. Mehrere ehemalige HSV-Kollegen meldeten sich demnach mit aufmunternden Nachrichten und zeigten Verständnis für seine Entscheidung.









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