Nach der Weltmeisterschaft und der abgelaufenen Vereinssaison gibt es zahlreiche prominente Anwärter auf den Ballon d’Or. Toni Kroos hat sich nun auf seinen persönlichen Favoriten festgelegt. Der frühere deutsche Nationalspieler setzt überraschend auf Khvicha Kvaratskhelia von Paris Saint-Germain.
Wer wird zum besten Fußballer des Jahres gekürt? Nach einer Saison mit zahlreichen herausragenden individuellen Leistungen und der Weltmeisterschaft gibt es gleich mehrere Kandidaten, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Ballon d’Or machen dürfen.
Neben den WM-Stars Rodri, Lionel Messi, Jude Bellingham und Kylian Mbappé zählt auch Bayern-Torjäger Harry Kane zum Kreis der Anwärter. Toni Kroos würde seine Stimme allerdings einem anderen Spieler geben.
Der 36-Jährige sprach sich auf Instagram für PSG-Offensivstar Khvicha Kvaratskhelia aus.
„Für mich die recht klare Eins!“
Unter einem Beitrag des Kommentators Florian Malburg machte Kroos deutlich, dass der Georgier für ihn die stärkste Saison gespielt hat. „Kvara wird’s wahrscheinlich nicht, aber für mich die recht klare Eins!“, schrieb der ehemalige Real-Star.
Seine Entscheidung begründete Kroos auch mit seiner Einschätzung der anderen Topkandidaten. Die vier aus seiner Sicht herausragenden Spieler der Weltmeisterschaft – Rodri, Messi, Bellingham und Mbappé – hätten auf Vereinsebene entweder eine „überschaubare Saison“ gespielt oder seien in einer „unbedeutenden Liga“ aktiv gewesen.
Kroos gewichtet damit offenbar die Leistungen während der gesamten Vereinssaison stärker als die Auftritte bei der Weltmeisterschaft.
Kvaratskhelia konnte gerade auf Klubebene zahlreiche Argumente sammeln. Mit Paris Saint-Germain gewann der 25-Jährige sowohl die französische Meisterschaft als auch die Champions League.
Auch persönlich spielte der Georgier eine herausragende Königsklassen-Saison. Zehn Treffer und sieben Vorlagen gingen auf sein Konto. Im Champions-League-Finale holte er zudem den Elfmeter heraus, der zum zwischenzeitlichen 1:1 führte.
Kane ebenfalls mit starken Argumenten

Einen entscheidenden Nachteil gegenüber einigen seiner Konkurrenten besitzt Kvaratskhelia allerdings: Bei der Weltmeisterschaft konnte er sich nicht präsentieren, da Georgien die Qualifikation für das Turnier verpasst hatte.
Rodri hingegen führte Spanien als Kapitän zum WM-Titel und wurde zudem zum besten Spieler des Turniers gewählt. Auch Messi, Bellingham und Mbappé erreichten mit ihren Nationalmannschaften mindestens das Halbfinale.
Aus Bayern-Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Harry Kane. Der Engländer lieferte ebenfalls eine außergewöhnliche Saison ab und gewann mit dem deutschen Rekordmeister das Double. Darüber hinaus sicherte er sich erneut den goldenen Schuh als bester Torjäger Europas und kam wettbewerbsübergreifend auf mehr als 70 Treffer.
Für Kroos reicht das offenbar dennoch nicht für Platz eins. Interessant ist allerdings, dass selbst der frühere Nationalspieler nicht wirklich damit rechnet, dass sein persönlicher Favorit am Ende tatsächlich ausgezeichnet wird. Mit seiner Wahl für Kvaratskhelia setzt Kroos dennoch ein deutliches Zeichen gegen die prominenten WM-Stars.









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