Nach dem hitzigen Pokalduell zwischen Mannheim und Kaiserslautern kontert Marlon Ritter die Kritik von Mathias Schober mit einem bitteren Schalke-Seitenhieb.
Das hitzige Pokalduell zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern sorgte nicht nur auf dem Rasen für reichlich Gesprächsstoff. Nach dem 1:0-Erfolg des FCK in der Verlängerung gerieten auch Mannheims Sportdirektor Mathias Schober und Lauterns Kapitän Marlon Ritter verbal aneinander. Dabei holte Ritter sogar eine der schmerzhaftesten Erinnerungen des FC Schalke 04 hervor.
Die Partie war zuvor zwischenzeitlich für 38 Minuten unterbrochen worden. Nach Auseinandersetzungen auf dem Platz eskalierte die Situation auch auf den Rängen. Pyrotechnik wurde gezündet, Anhänger versuchten auf den Rasen zu gelangen. Die Polizei musste eingreifen. Sportlich fiel die Entscheidung erst in der 120. Minute zugunsten der Gäste aus Kaiserslautern.
Im Anschluss kritisierte Schober vor allem das Verhalten Ritters. „Kurz vor Ende der Partie hat sich der Ritter da bei jeder Ecke so viel Zeit gelassen und das wirklich provoziert. Das muss man einfach so sagen“, erklärte der Waldhof-Sportdirektor bei Sky.
Marlon Ritter kontert Schober mit Schalke-Seitenhieb
Ritter wollte diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen. Der 31-Jährige verwies darauf, dass die Provokationen keineswegs nur von einer Seite gekommen seien. „Wenn wir verloren hätten, dann hätte ich auch was zu bemängeln“, entgegnete der FCK-Kapitän und berichtete zudem von Sprüchen von der Mannheimer Bank.

Besonders pikant wurde es, als die gemeinsame Schalke-Vergangenheit der beiden zur Sprache kam. Ritter, der in der Knappenschmiede ausgebildet wurde und bekennender S04-Fan ist, erinnerte Schober an das dramatische Bundesliga-Finale 2001. „Hätte er den Ball damals weggeschlagen, wäre Schalke Meister geworden“, sagte Ritter. Gemeint war die legendäre Vier-Minuten-Meisterschaft.
Schober stand damals im Tor des Hamburger SV und nahm in der Nachspielzeit gegen Bayern München einen Rückpass von Tomas Ujfalusi mit den Händen auf. Schiedsrichter Markus Merk entschied auf indirekten Freistoß. Patrik Andersson erzielte daraus das 1:1 und machte den FC Bayern praktisch in letzter Sekunde zum Deutschen Meister. Für Schalke platzte damit der bereits sicher geglaubte Titeltraum – und knapp 25 Jahre später lieferte diese Szene Ritter die passende Retourkutsche gegen Schober.











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