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Mainz in Europa, Pejcinovic on Fire und Brown-Scorer: Hot-Takes zur Bundesliga
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

Mainz in Europa, Pejcinovic on Fire und Brown-Scorer: Hot-Takes zur Bundesliga

Die Bundesliga ist zurück und damit beginnt wieder die Zeit der Prognosen, die spätestens nach drei Spieltagen komplett überholt sein können. Bayern wird Meister, die Aufsteiger kämpfen gegen den Abstieg und Harry Kane holt die Torjägerkanone: Das kann jeder tippen.

Deshalb legen wir uns etwas mutiger fest. Drei Hot-Takes, die im ersten Moment gewagt klingen, bei genauerem Hinsehen aber durchaus ihre Berechtigung haben.

Mainz 05 qualifiziert sich für Europa und Urs Fischer wird Trainer der Bundesliga-Saison

Bei einem Blick auf die Abschlusstabelle der vergangenen Saison könnte man von diesem Take doch enorm überrascht sein. Mainz landete mit 40 Punkten auf Rang zehn und hatte lange Zeit ganz andere Sorgen als den Europapokal. Nach 16 Spieltagen standen die 05er mit lediglich neun Punkten sogar am Tabellenende.

Dann übernahm Urs Fischer und veränderte die gesamte Saison. Unter dem ehemaligen Union-Trainer holte Mainz 31 Punkte aus den verbleibenden 18 Partien. Hochgerechnet auf eine komplette Spielzeit entspricht das beinahe 59 Punkten. Damit wäre man normalerweise mittendrin im Kampf um die europäischen Plätze.

Der Kader spricht ebenfalls für eine weitere Steigerung. Nadiem Amiri bleibt nach zwölf Toren und zwei Vorlagen der Fixpunkt im Mittelfeld. Mit Eric Martel kommt ein sehr guter defensiver Abräumer hinzu, Fabio Gruber soll den Spielaufbau aus der letzten Linie verbessern und Ransford-Yeboah Königsdorffer bringt Tempo und Tiefe für die Offensive. Auch die Vorbereitung verlief ohne Niederlage, unter anderem mit Siegen gegen Paris FC und Bournemouth.

Das Entscheidende: Mainz spielt nicht international. Während Stuttgart, Hoffenheim, Leverkusen oder Freiburg regelmäßig unter der Woche gefordert sind, kann Fischer seine Mannschaft gezielt auf die Bundesliga vorbereiten. Insbesondere in der intensiven Bundesliga, in der viele Spiele auf Messers Schneide stehen, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Urs Fischer
Foto: Imago

Mainz besitzt vielleicht nicht den sechstbesten Kader der Liga. Die Mannschaft könnte aber das stabilste Gesamtpaket hinter den großen Klubs stellen. Genau deshalb geht es diesmal nicht nur um einen ruhigen Mittelfeldplatz: Mainz beendet die Saison in den Top 6 und Urs Fischer bekommt endlich die Anerkennung, die der Schweizer nach jahrelanger hervorragender Arbeit verdient hat. Er wird Trainer der Saison.

Dzenan Pejcinovic erzielt mindestens 18 Bundesliga-Tore

Zwölf Pflichtspieltore in einer Wolfsburger Mannschaft, die am Ende abgestiegen ist, waren erst der Anfang. Beim VfB Stuttgart wird Dzenan Pejcinovic endgültig zu einem der besten Stürmer der Bundesliga.

Der 21-Jährige musste sich in Wolfsburg zunächst gedulden und erarbeitete sich erst im Laufe der Hinrunde einen festen Platz. Als er seine Chance bekam, war er sofort da. Pejcinovic erzielte seinen ersten Bundesliga-Hattrick gegen Freiburg und beendete die Saison trotz der schwierigen Umstände mit zwölf Treffern in 34 Pflichtspielen.

In Stuttgart findet er nun deutlich bessere Bedingungen vor. Die Qualität der Mitspieler ist noch einmal deutlich höher. Angelo Stiller kann ihn früh und präzise einsetzen, Bilal El Khannouss trägt den Ball zwischen die Linien und agiert sehr mannschaftsdienlich. Deniz Undav schafft mit seinen Bewegungen Räume rund um den Strafraum. Pejcinovic muss nicht permanent ins Kombinationsspiel ausweichen, sondern kann häufiger dort auftauchen, wo er am stärksten ist: zwischen den Innenverteidigern und unmittelbar vor dem Tor.

Dzenan Pejcinovic
Foto: Imago

Sein Profil passt nahezu perfekt. Er ist 1,90 Meter groß, kopfballstark, beweglich und besitzt einen enorm gefährlichen linken Fuß. Gleichzeitig ist er kein reiner Strafraumspieler. Pejcinovic erkennt offene Räume früh und kann auch außerhalb der Box in Angriffe eingebunden werden. Seine drei Tore in der ersten Pokalrunde gegen Hansa Rostock waren erst der Anfang.

Natürlich muss er sich die Minuten mit Undav und den weiteren Stuttgarter Offensivspielern teilen. Die Champions League dürfte allerdings für genügend Einsätze sorgen und in der Bundesliga wird Pejcinovic sehr schnell zur ersten Wahl im Sturmzentrum.

Unser Take endet deshalb nicht bei einer ordentlichen Debütsaison: Pejcinovic erzielt mindestens 18 Bundesliga-Tore und wird vor Burkardt, Undav, Kleindienst und Füllkrug der beste deutsche Torjäger der Saison. Die Nationalmannschaft? Keine Frage, da wird er zu einer wichtigen Option für Trainer Jürgen Klopp.

Nene Brown sammelt 15 Scorerpunkte für Bayern

15 Scorerpunkte für einen Spieler, der eigentlich als Linksverteidiger gilt, klingen zunächst vollkommen übertrieben. Allerdings sprechen wir bei Nene Brown über einen Spieler des FC Bayern, der bereits in Frankfurt einen außergewöhnlich hohen offensiven Output mitbrachte. Unser Take: Brown wird beim Rekordmeister nicht nur Stammspieler, sondern kommt in der Bundesliga auf mindestens 15 Tore und Vorlagen.

Schon bei Eintracht Frankfurt deutete Brown an, wie viel offensives Potenzial in ihm steckt. In der vergangenen Bundesligasaison erzielte er vier Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Acht Scorerpunkte in einer wechselhaften Frankfurter Mannschaft sind für einen Außenverteidiger bereits eine starke Ausbeute.

Bei Bayern ändern sich die Voraussetzungen komplett. Die Münchner erzielten in der vergangenen Saison 122 Bundesligatore und stellten damit einen neuen Ligarekord auf. Wer regelmäßig in dieser Mannschaft spielt, kommt zwangsläufig häufiger in gefährliche Räume. Brown wird deutlich mehr Ballaktionen, mehr Läufe in den gegnerischen Strafraum und mehr Möglichkeiten für Vorlagen bekommen.

Nathaniel Brown
Foto: Getty Images

Hinzu kommt, dass Vincent Kompany ihn offenbar nicht ausschließlich als Linksverteidiger sieht. Im Supercup gegen Dortmund begann Brown überraschend auf der Zehn und erzielte bei seinem Pflichtspieldebüt direkt das Führungstor. Er zeigte dabei, dass er auch zwischen den Linien spielen, in die Tiefe starten und selbst zum Abschluss kommen kann.

Brown wird vermutlich nicht dauerhaft im offensiven Mittelfeld bleiben. Das muss er für 15 Scorerpunkte aber auch nicht. Selbst als Linksverteidiger kann er bei Bayern extrem hoch agieren und regelmäßig den Strafraum besetzen. Seine Vielseitigkeit ist dabei kein Nachteil, sondern seine größte Chance auf viele Einsatzminuten.

Sechs Tore und neun Vorlagen würden bereits ausreichen, um unseren Take zu erfüllen. Nach seinen acht Scorerpunkten für Frankfurt wäre dieser Sprung bei der offensivsten Mannschaft der Liga gewaltig, aber keineswegs unmöglich. Deshalb legen wir uns fest: Nene Brown sammelt 15 Scorerpunkte, wird Bayerns Überraschung der Saison und landet am Ende in der Bundesligaelf des Jahres.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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