Louis Lemke gab im Gastspiel bei Borussia Dortmund seinen Bundesliga-Einstand und hinterließ auch bei namhaften Beobachtern Eindruck.
Bereits mit dem Anpfiff schrieb der Linksfuß erneut Geschichte. Denn er avancierte mit 16 Jahren, zehn Monaten und 21 Tagen zum jüngsten HSV-Bundesliga-Startelfdebütanten aller Zeiten. Trotz der imposanten Kulisse von 81.365 Zuschauenden ließ sich Lemke keinerlei Nervosität anmerken und legte gegen einen starken BVB, der in der ersten Hälfte deutlich überlegen war, einen ansprechenden Auftritt hin.
Sky-Experte Lothar Matthäus bilanzierte (via Mopo): „So wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit performt hat, da leidet natürlich auch er drunter. Da hat er wie alle beim HSV nicht die Leistung gebracht. In der zweiten Halbzeit hat nicht nur das Spiel nach vorne, sondern auch das Spiel gegen den Ball funktioniert. Er hat ein besseres Spiel gemacht, ist immer wieder mutig nach vorne gegangen.“

Lemke: Polzin verzichtet auf Lobeshymne
Schon in den Vorbereitungsspielen sowie beim DFB-Pokalerfolg in Verl (3:0), wo er sogar das 3:0 erzielte, suchte Lemke immer wieder den Weg nach vorne. „Er ist keiner, der hinten gewartet hat, sondern er ist einer, der Mut hat. Das wird belohnt, darum durfte er auch so lange spielen“, führte Matthäus aus. Erst in der 89. Minute musste der Rookie für Rayan Philippe weichen.
Ein Zeichen dafür, dass auch Trainer Merlin Polzin sich einverstanden mit der Darbietung zeigte. Dennoch schlug er verhaltenere Töne als Matthäus an: „Er hat Erfahrung gesammelt und er hat gemerkt, was es bedeutet, Bundesliga zu spielen. Er war sehr energiegeladen, hat trotz der Aufregung, die bei ihm extrem hoch war, alles reingeworfen. Darauf kann man aufbauen.“
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Polzin schloss aus seiner Einschätzung, dass der sich sehr rapide lernende Lemke „definitiv besser geworden ist“. Kapitän Nicolai Remberg – zugleich als Mentor des Außenspielers fungierend – fügte an: „Auf jeden Fall wird er an solchen Spielen wachsen, mit 16 hier in Dortmund zu spielen. Ich habe mit 23 Jahren meine erste Partie in der 2. Liga bei Kiel gemacht. Wenn man das vergleicht, ist das schon enorm.“
Sein Schützling sorgte in kürzester Zeit dafür, dass die Abwesenheit des über einige Jahre nahezu konkurrenzlosen Miro Muheim sich nicht negativ auf das Hamburger Spiel auswirkte. Der Schweizer gehörte auch in Dortmund noch nicht dem Kader an. Es spricht daher aktuell viel dafür, dass Lemke auch im ersten Heimspiel gegen Mainz 05 beginnen wird.
Foto: IMAGO









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