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„Chapeau“: Matthäus zollt Bayern im Fall Musiala „Riesenrespekt“
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

„Chapeau“: Matthäus zollt Bayern im Fall Musiala „Riesenrespekt“

Der FC Bayern muss derzeit auf Jamal Musiala verzichten. Nachdem der deutsche Nationalspieler während der Sommervorbereitung innerhalb weniger Tage zweimal auf dem Platz zusammengebrochen war, machte er anschließend öffentlich, dass bei ihm temporär auftretende Absencen festgestellt wurden. Lothar Matthäus zeigt sich nun vor allem davon beeindruckt, wie der Rekordmeister intern mit der Situation umgegangen ist.

Musialas gesundheitliche Situation war innerhalb des Vereins bereits deutlich länger bekannt. Dennoch drangen über Monate keine Informationen an die Öffentlichkeit. Für Matthäus ist das ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie groß der Zusammenhalt beim FC Bayern ist.

Der Rekordnationalspieler äußerte sich am Sonntagabend bei Sky90 ausführlich zu dem Thema und machte deutlich, dass es für ihn dabei um weit mehr als Fußball geht.

Matthäus: „Da sieht man den Zusammenhalt“

Besonders beeindruckt zeigte sich der TV-Experte davon, wie viele Personen beim FC Bayern offenbar über Musialas Situation informiert waren und dennoch die Privatsphäre des Spielers respektierten.

„Das Allergrößte, was ich bei Bayern München erlebt habe, war der Name Jamal Musiala. Man weiß es im Verein seit sechs, sieben, acht Monaten. Aber es wissen ja nicht nur der Präsident und der Arzt. Das weiß die ganze Mannschaft. Und es ist nichts rausgekommen“, erklärte Matthäus.

Für den 65-Jährigen ist genau das ein Zeichen für die Geschlossenheit innerhalb des Rekordmeisters: „Da sieht man den Zusammenhalt. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb des Platzes.“

Matthäus zollte seinem ehemaligen Verein deshalb einen „Riesenrespekt“ dafür, mit einem derart sensiblen Thema „so geschlossen und richtig“ umgegangen zu sein. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Da kann ich nur sagen: Chapeau vor dem FC Bayern.“

Gerade weil Musiala zu den prominentesten Spielern des Klubs gehört und die Öffentlichkeit dessen Entwicklung genau verfolgt, ist es bemerkenswert, dass die gesundheitliche Situation über einen längeren Zeitraum intern behandelt werden konnte.

Bayern stand im Austausch mit Musialas Ärzten

Jamal Musiala
Foto: IMAGO

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte zuletzt ebenfalls bestätigt, dass die Verantwortlichen bereits länger über Musialas Situation informiert waren. Gleichzeitig stellte der Bayern-Boss klar, dass die sportlichen Entscheidungen stets in Abstimmung mit den behandelnden Medizinern getroffen wurden.

„Wir sind natürlich in Absprache mit dem Neurologen, mit seinen Ärzten, die auch dafür gesprochen haben, dass er spielt, dass der Klub ihn spielen lässt“, erklärte Dreesen.

Nach den beiden Vorfällen in der Vorbereitung gehen die Münchner nun besonders behutsam mit ihrem Offensivstar um. Sowohl beim 2:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund im Supercup als auch beim 5:1 zum Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart gehörte Musiala nicht zum Kader.

Auch Bundestrainer Jürgen Klopp hatte zuletzt betont, dass Musiala alle notwendige Zeit bekommen soll. Der Fokus liegt damit momentan ausschließlich darauf, dass der Bayern-Star vollständig genesen und ohne unnötigen Druck zurückkehren kann.

Wann Musiala wieder für den Rekordmeister auf dem Platz stehen wird, ist offen. Matthäus macht derweil deutlich, dass der FC Bayern zumindest beim internen Umgang mit der sensiblen Situation aus seiner Sicht vieles richtig gemacht hat.

Quelle: FCBinsideZum Original

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