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Haifischbecken FC Bayern: Bundesliga-Star warnt vor dem Rekordmeister
FCBinsideFCBinside·VonManuel Behlert

Haifischbecken FC Bayern: Bundesliga-Star warnt vor dem Rekordmeister

Beim FC Bayern ist der Konkurrenzkampf traditionell enorm. Wer sich beim deutschen Rekordmeister durchsetzen möchte, muss nicht nur außergewöhnliche Qualität mitbringen, sondern diese im besten Fall vom ersten Tag an zeigen. Viel Zeit zur Eingewöhnung gibt es nach Ansicht von Tim Kleindienst in München nicht mehr.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder prominente Beispiele von Spielern, die mit großen Erwartungen zum FC Bayern wechselten, sich aber nicht dauerhaft durchsetzen konnten. Zuletzt gehörten auch Sacha Boey und João Palhinha dazu. Während Palhinha München mittlerweile verlassen hat, stand auch Boey im Sommer auf der Liste der Verkaufskandidaten.

Wie schwierig die Situation für Neuzugänge sein kann, wird auch außerhalb Münchens wahrgenommen. Gladbach-Stürmer Kleindienst sprach bei „At Broski – Die Sport Show“ ausführlich über die besonderen Anforderungen beim Rekordmeister.

Sacha Boey
Foto: Getty Images

„Die erwarten, dass du auf den Punkt funktionierst“

Für Kleindienst lässt sich die Situation beim FC Bayern nur schwer mit anderen Bundesliga-Klubs vergleichen. Schon die enorme Qualität innerhalb der Mannschaft sorgt dafür, dass jeder Neuzugang unmittelbar unter Druck steht.

„Ich glaube, es ist schon ein anderes Brett, wenn du für Bayern spielst. Du hast da nur Nationalspieler drin, die erwarten, dass du auf dem Punkt funktionierst“, erklärte der Angreifer.

Aus Sicht des Gladbachers hat sich die Situation in München zudem verändert. Spieler, die zunächst Schwierigkeiten haben, bekommen seiner Wahrnehmung nach kaum noch die Zeit, sich über einen längeren Zeitraum an das neue Umfeld und die hohen Anforderungen zu gewöhnen.

„Bayern ist nicht mehr der Verein, bei dem du viel Anlaufzeit haben darfst. Das sieht man auch, bei Palhinha und wie sie alle heißen. Wenn die nicht sofort da sind, dann spielen die keine Rolle. Und dann bleibt das auch so, weil dann keiner mehr die Fantasie hat, dass das noch besser wird“, betonte Kleindienst.

Damit beschreibt der Stürmer einen Mechanismus, der gerade bei einem Kader mit zahlreichen Nationalspielern schnell entstehen kann. Kann ein Neuzugang seine ersten Chancen nicht nutzen, steht bereits der nächste hochklassige Spieler bereit.

„Das sind alles brutal gute Spieler“

An den grundsätzlichen Qualitäten der betroffenen Profis zweifelt Kleindienst dabei keineswegs. Vielmehr sieht er das Problem darin, einen einmal verlorenen Status beim FC Bayern wieder zu verändern.

„Das sind alles brutal gute Spieler. Aber wenn das Ding dann einmal gelaufen ist, dann habe ich das Gefühl, dann ist das Thema auch durch“, erklärte der Gladbach-Profi.

Dass es auch anders laufen kann, zeigen die aktuellen Bayern-Neuzugänge. Nathaniel Brown und Ismael Saibari haben in ihren ersten Wochen in München unmittelbar auf sich aufmerksam gemacht. Brown überzeugte bereits beim Supercup gegen Borussia Dortmund, während Saibari beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart nach seiner Einwechslung gleich zwei Treffer vorbereitete.

Genau solche Auftritte sind angesichts des Konkurrenzkampfes besonders wertvoll. Wer seine Chancen sofort nutzt, kann sich schnell eine gute Ausgangsposition erarbeiten.

Kleindiensts Aussagen verdeutlichen aber auch die andere Seite eines Wechsels zum Rekordmeister. Allein die Qualität für den FC Bayern zu besitzen, reicht nicht zwangsläufig aus. In München müssen Topspieler diese Qualität möglichst schnell auf den Platz bringen – sonst kann die nächste Chance lange auf sich warten lassen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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