Geht es nach vielen HSV-Fans, hätte ihr Verein am Deadline Day noch einen weiteren Transfer eintüten sollen. Vor allem der Name Diogo Leite fiel in den sozialen Medien immer wieder.
Kein Wunder: Der Portugiese gehörte in den vergangenen Jahren zu den konstantesten Innenverteidigern der Bundesliga. Bei Union Berlin war der 27-Jährige gesetzt, sein Marktwert liegt bei stolzen zwölf Millionen Euro. Weil Leite seinen zum Saisonende ausgelaufenen Vertrag in Köpenick nicht verlängerte und bis heute keinen neuen Verein gefunden hat, ist er aktuell ablösefrei auf dem Markt. Nicht zum ersten Mal drängt sich der Eindruck auf, dass der Abwehrspieler auf Angebote größerer Klubs spekulierte und sich dabei womöglich verzockte.
Tatsächlich spielte Leite im Laufe des Sommers auch beim HSV eine Rolle. Laut Hamburger Abendblatt beschäftigten sich die Verantwortlichen mit mehreren vertragslosen Innenverteidigern. Dazu zählte auch der ehemalige Union-Profi. Zu einer Verpflichtung kam es jedoch nicht.

Der Grund: Die Rothosen entschieden sich trotz der Leihe von Daniel Elfadli zum Linzer ASK bewusst dagegen, einen weiteren Innenverteidiger zu holen. Stattdessen setzen die Kaderplaner auf die Entwicklung eines Eigengewächses. „Es geht in der Innenverteidigung vor allem um Shafiq Nandja. Er hat schon angedeutet, wie viel Qualität er hat. Seine Entwicklung ist sehr stabil. Wir haben aus der Überzeugung heraus nichts mehr gemacht, damit Shafiq Spielzeit bekommt“, erklärte Kaderplaner Sebastian Dirscherl unlängst gegenüber dem Abendblatt.
Weiterer HSV-Transfer nur unter einer Bedingung
Mit Warmed Omari kehrt in den kommenden Wochen zudem ein weiterer Innenverteidiger von seiner Verletzung zurück. Auch die bevorstehende Rückkehr von Mario Vuskovic nach vierjähriger Dopingsperre spielt in den Überlegungen der HSV-Verantwortlichen eine Rolle. Der Kroate darf schon bald wieder mit der Mannschaft trainieren und soll auf Sicht eine zusätzliche Alternative für die Dreierkette werden.
Damit scheint das Thema eines Leite-Deals zunächst vom Tisch zu sein. Ganz ausgeschlossen ist ein mögliches Wiederaufkommen der Gerüchte allerdings nicht. Nach Abendblatt-Informationen würden die Hanseaten nur dann noch einmal auf dem Transfermarkt reagieren, wenn sich ein Verteidiger schwer verletzt. Sollte dieser Fall eintreten, könnte auch Leite schnell wieder in den Fokus rücken. Vorausgesetzt, seine Klubsuche verläuft weiterhin erfolglos.









Kommentare