Der HSV macht im zweiten Bundesliga-Jahr nach dem Aufstieg auch finanziell einen Schritt nach vorn. Es winken zusätzliche Einnahmen.
Der Hintergrund: In der TV-Geld-Tabelle geht es für die Hamburger gleich drei Plätze nach oben. Genauer gesagt springen sie vom letzten Rang auf Platz 15. Sport Bild und DPA zufolge darf der HSV in der Saison 2026/27 mit 40,05 Millionen Euro aus den nationalen TV-Erlösen rechnen.
Im Vorjahr waren es für den damaligen Aufsteiger noch lediglich 31,4 Millionen Euro. Damit steigert der HSV seine Einnahmen aus der zentralen TV-Vermarktung um knapp 8,7 Millionen Euro. Allerdings handelt es sich bei den jetzt veröffentlichten Summen noch nicht um die endgültigen Beträge. Unter anderem werden die zusätzlichen vier Prozent für die Einsatzzeiten in Deutschland ausgebildeter U23-Spieler erst nach Saisonende berechnet. Auch das Fan- und Medieninteresse fließt noch ein.
Unterschiede zwischen Bayern und dem HSV sind gigantisch
Trotzdem zeigt die Tabelle bereits deutlich, wie groß die finanziellen Unterschiede innerhalb der Bundesliga sind. Spitzenreiter und Rekordmeister FC Bayern kommt auf gut 92,3 Millionen Euro. Damit kassieren die Münchner fast dreimal so viel wie Schlusslicht und Aufsteiger SV 07 Elversberg (31,2 Millionen). Dahinter folgen Borussia Dortmund (83,7 Millionen) und Bayer Leverkusen (81,3 Millionen).

Der HSV liegt mit seinen 40,05 Millionen Euro vor den drei Aufsteigern auf Rang 15. Vor den Hanseaten wiederum stehen unter anderem Erzrivale Werder Bremen mit 47,6 Millionen und der 1. FC Köln mit 47,9 Millionen Euro. Alle anderen Klubs erhalten mehr als 50 Millionen.
Die TV-Geld-Tabelle ist allerdings immer wieder Bestandteil hitziger Diskussionen. Fans und auch zahlreiche Experten kritisieren den Verteilungsschlüssel und fordern, dass Reichweite, Aufmerksamkeit und Zuschauerinteresse stärker berücksichtigt werden. Stattdessen spielen die sportlichen Leistungen der vergangenen Jahre weiterhin eine große Rolle: 43 Prozent der Erlöse werden anhand der Ergebnisse vorheriger Spielzeiten verteilt, 50 Prozent fließen gleichmäßig an alle Klubs.
Die Folge: Der HSV streicht die viertgeringste Summe aller Bundesligisten ein, obwohl er in in der Vorsaison das drittgrößte Interesse der TV-Zuschauer auf sich zog. Die rote Laterne trägt nun jedoch ein anderer Klub.









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