Die 0:5-Pleite gegen Mainz gehört zweifellos zu den bittersten HSV-Momenten der letzten Monate. Lediglich Fabio Vieira sorgte für Euphorie.
Als der Portugiese vor dem Anpfiff vorgestellt wurde, zum Aufwärmen an die Seitenlinie lief und schließlich zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, erhielt er jeweils tosenden Szenenapplaus. Die desolate 0:5-Klatsche konnte allerdings auch der Rückkehrer nichts verhindern. Trotzdem spricht viel dafür, dass Vieira beim kommenden Auswärtsspiel gegen RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr) erstmals seit seiner festen Verpflichtung von Beginn an auflaufen wird. Von diesem Plan berichtet jedenfalls die Bild.
Die Gründe liegen auf der Hand. Der HSV offenbarte gegen die Rheinhessen einmal mehr erhebliche Probleme im Offensivspiel. Sowohl gegen Dortmund (0:2) als auch gegen Mainz blieb die Mannschaft in der ersten Halbzeit jeweils ohne einen einzigen Torschuss. Kreativität, Tempo und überraschende Lösungen im letzten Drittel gehen dem Hamburger Spiel momentan noch fast vollständig ab.
HSV: Polzin erklärt Vieira-Entscheidung
Das soll Vieira nun ändern. Bereits in der vergangenen Saison war der 26-Jährige der ganz klar prägende Offensivspieler des HSV. Mit sieben Toren und fünf Vorlagen avancierte er folgerichtig zum teaminternen Top-Scorer. Kein Wunder also, dass die Fans den ganzen Sommer auf seine Rückkehr hofften.

Die Joker-Rolle gegen Mainz hängt vor allem mit seinem Fitnesszustand zusammen. Nach einem langen Transferpoker zwischen dem HSV und Arsenal fehlte Vieira Spielpraxis. Bei den Gunners erhielt er lediglich in den Testspielen Einsatzzeiten. „Sicherlich sind ein paar Momente noch nötig, um auf 100 Prozent zu kommen“, hatte Trainer Merlin Polzin zuletzt erklärt.
Nach dem Mainz-Debakel wächst jedoch der Druck, die Offensive neu zu beleben. Denn die erschreckende Bilanz von 0,19 xG, null kreierten Großchancen und gerade einmal dreizehn Ballberührungen im gegnerischen Strafraum will beim HSV niemand ein zweites Mal sehen.











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