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HSV ohne Bornauw gegen Leipzig? Toptalent winkt Startelf-Debüt
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

HSV ohne Bornauw gegen Leipzig? Toptalent winkt Startelf-Debüt

Die Defensive des HSV präsentierte sich zu Saisonbeginn bislang in einem erschreckenden Zustand. Blöd nur: Es drohen weitere Probleme.

So könnte der HSV das anstehende Auswärtsspiel bei RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr) ohne Sebastiaan Bornauw antreten müssen – den zentralen Spieler der Dreierkette und nominellen Nachfolger von Luka Vuskovic. Der Belgier hat nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen Mainz mit hartnäckigen muskulären Problemen zu kämpfen und musste im Mannschaftstraining zuletzt pausieren. Ob es für die Partie in Leipzig reicht, soll nun von Tag zu Tag neu bewertet werden.

Und auch wenn Bornauw noch nicht das gewünschte Niveau erreicht hat und insbesondere gegen Mainz gleich mehrfach schlecht aussah: Ein Ausfall würde den HSV ganz empfindlich treffen. Denn selbst mit dem 27-Jährigen ist die Personaldecke in der Abwehr aktuell ziemlich dünn. Warmed Omari kehrte nach vierwöchiger Verletzungspause erst unlängst auf den Platz zurück und ist gegen RB, wenn überhaupt, nur eine Option für den Kader. Auch das Comeback von Mario Vuskovic liegt noch rund zwei Monate in der Zukunft.

Warmed Omari
Foto: IMAGO

Polzin muss HSV-Dreierkette wohl umbauen

Sollte Bornauw gegen die Sachsen tatsächlich nicht zur Verfügung stehen, bietet sich Trainer Merlin Polzin nur noch eine wirkliche Alternative. Zumindest unter der sehr naheliegenden Annahme, dass die Fünferkette beibehalten wird. In diesem Fall dürfte am Sonntag die Stunde von Shafiq Nandja schlagen. Das 19-jährige HSV-Eigengewächs debütierte am 33. Spieltag der Vorsaison gegen den SC Freiburg, eine Woche später folgte in Leverkusen ein weiterer Joker-Einsatz.

Seit diesem Sommer zählt Nandja zum festen Profiaufgebot. Beim DFB-Pokal-Duell in Verl durfte er aufgrund der Verletzung von Jordan Torunarigha sogar von Beginn an ran. Selbigen ersetzte er zuletzt gegen Mainz nach nur 45 Minuten. In einer desolat auftretenden HSV-Mannschaft machte Nandja seine Sache verhältnismäßig ordentlich. Polzin begründete den ungewöhnlich frühen Wechsel im Nachgang mit einer sportlichen Entscheidung.

An diesem Wochenende könnte der Teenager nun erstmals in seiner jungen Bundesliga-Karriere über die vollen 90 Minuten gehen. Die aktuelle Startelf-Tendenz lautet: Nicolas Capaldo verteidigt wie gewohnt auf der rechten Seite, Torunarigha übernimmt Bornauws Platz im Zentrum und Nandja rückt auf die linke Position der Dreierkette. Diese Überlegung basiert allerdings auf der Annahme, dass Bornauw bis zum Leipzig-Spiel nicht mehr rechtzeitig fit wird.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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