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Nach Krisenstart: Interner Zoff über den Gladbach-Kader
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Neth

Nach Krisenstart: Interner Zoff über den Gladbach-Kader

Bei Borussia Mönchengladbach liegen nach dem Fehlstart in der Bundesliga die Nerven blank. Nach zwei Spieltagen steht die Mannschaft noch ohne Punkt da. Besonders die 0:3-Niederlage in Leipzig und das spektakuläre 3:4 gegen Aufsteiger Elversberg haben für Unruhe gesorgt. Intern gibt es offenbar unterschiedliche Ansichten über den Kader und die richtige Aufstellung.

Gladbach steht nach zwei Spieltagen ohne Punkte auf Platz 17 der Bundesliga. Die Mannschaft zeigte sich in den ersten beiden Spielen defensiv instabil und fehleranfällig und kassierte bereits sieben Gegentore. Nach der Heimniederlage gegen Elversberg waren erste Pfiffe zu hören.

Der von Sport-Boss Rouven Schröder neu zusammengestellte Kader sollte eigentlich für mehr Konkurrenz und damit eine Steigerung des Gesamtniveaus sorgen. Stattdessen herrscht nach den ersten beiden Spielen bereits Diskussionsbedarf und  auch Trainer Eugen Polanski ist nach dem schwachen Start gefordert.

Auch innerhalb der Mannschaft scheint es nicht überall zu stimmen. Kapitän Tim Kleindienst sorgte nach der Pleite gegen Elversberg mit deutlichen Worten für Aufsehen: „Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält“, kritisierte der Angreifer.

Besonders seine Aussagen über die jüngeren Spieler hatten es in sich. Kleindienst erklärte mit Blick auf deren Verhalten: „Keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich, ist mir eigentlich wurscht, was sie machen.“ Mit seinen deutlichen Aussagen stieß der DFB-Stürmer nicht überall auf Zustimmung und sorgte für gespaltene Meinungen.

Doch die Diskussionen gehen offenbar weit über die Aussagen des 31-Jährigen hinaus. Hinter den Kulissen werden mehrere Personalien kritisch hinterfragt. So stellt sich unter anderem die Frage, ob Rückkehrer Ko Itakura tatsächlich die erhoffte Verstärkung für die Startelf ist. Der Japaner kam bei Ajax Amsterdam zuletzt nicht regelmäßig zum Einsatz und war in Gladbach bereits mehrfach Teil der Fehlerkette.

Viele offene Fragen im Kader

Auch die Verpflichtungen aus der 2. Bundesliga stehen auf dem Prüfstand. Können David Herold aus Karlsruhe und der inzwischen verletzte Enzo Leopold aus Hannover das Niveau der Mannschaft tatsächlich anheben? Zudem wird hinterfragt, ob Franck Honorat zwingend gesetzt sein muss, um Kleindienst mit Flanken zu versorgen.

Tim Kleindienst
Foto: IMAGO

Weitere Fragezeichen gibt es bei Talent Mathieu Nguefack. Der 18-Jährige soll aufgrund zahlreicher Verletzungen im Zentrum Verantwortung übernehmen. Auch die Position von Kevin Stöger sorgt offenbar für Diskussionen. Der 33-Jährige begann in Leipzig auf der Doppelsechs, kam gegen Elversberg jedoch überhaupt nicht zum Einsatz.

Für zusätzliche Unruhe sorgte der kurzfristige Transfer von Nicolas Kühn. Der Offensivspieler kam am Deadline Day per Leihe aus Como, verletzte sich allerdings bereits einen Tag nach seinem Debüt und fällt mit einem Muskelbündelriss länger aus. Sein Transfer soll einige Positionskonkurrenten im Gladbacher Kader überrascht und irritiert haben.

Trainer Eugen Polanski steht derweil laut Informationen der SPORT BILD noch nicht unmittelbar vor dem Aus. Allerdings könnte sich die Situation schnell verändern. Bleibt Gladbach auch gegen den SC Freiburg und anschließend gegen Mainz ohne Sieg, dürfte die Trainerdiskussion am Niederrhein erneut deutlich an Fahrt aufnehmen.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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