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Schalke-Gegner im Wandel: So will Lustrinelli Union umkrempeln
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonTill Gabriel

Schalke-Gegner im Wandel: So will Lustrinelli Union umkrempeln

Union Berlin hat sich als äußerst unangenehmer Gegner in der Bundesliga einen Namen gemacht. Jetzt will der kommende Schalke-Gegner den nächsten Schritt machen.

Seit dem Aufstieg 2019 spielt der Hauptstadtklub ununterbrochen in der ersten Liga und qualifizierte sich 2023 sogar für die Champions League. Dabei überzeugten die Eisernen stets mit ihrem kämpferischen Auftreten. Aus einer stabilen Defensive heraus sollten die Spiele gewonnen werden, das schöne Spiel war unter Urs Fischer und dessen Nachfolger meist zweitrangig.

Seit Sommer steht in Köpenick mit Mauro Lustrinelli jedoch ein Trainer auf der Kommandobrücke, der für attraktiven Offensivfußball steht. In der Schweiz führte er den FC Thun so sensationell als Aufsteiger zum Meistertitel, es folgte der Wechsel in die Bundesliga. Auch in Berlin will der 50-Jährige seine Spielphilosophie umsetzen.

Freitag wartet Schalke: Lustrinelli braucht Zeit für sein „Union-Haus“

Vertikalen Offensivfußball will der Schweizer sehen. Sein Teams soll hoch anlaufen und nach Ballgewinnen direkt in den Angriffsmodus schalten. Dass er damit den pragmatischen Union-Ansatz der vergangenen Jahre einmal komplett auf links dreht und eine solche Entwicklung Zeit braucht, weiß Lustrinelli.

„Das ist wie, wenn man ein Haus baut. Da muss man erst das Fundament errichten, da kann man nicht mit dem Dach beginnen. Unser Dach sind die Spielprinzipien. Jetzt bauen wir die seitlichen Mauern und dann kommen wir bis aufs Dach“, betonte er schon nach dem 3:3 beim Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt: „Für mich ist die Basis, dass ein Team auf dem Platz ist, ein Teamspirit und eine Mannschaft, die mit Leidenschaft spielt. Das haben wir.“ Seine Spielprinzipen seien das Dach, so der Schweizer weiter.

Mauro Lustrinelli
Foto: IMAGO

Wie das 0:4 in Leverkusen am zweiten Spieltag zeigte, steht das Union-Haus von Bauherr Lustrinelli noch auf wackligem Boden. Das will Schalke 04 um Trainer Miron Muslic nutzen, um den ersten Sieg der neuen Saison einzufahren. Fast im traditionellen Union-Stil erkämpften sich die Knappen vor einer Woche einen Punkt gegen den FC Bayern. Jetzt will auch Muslic von seiner Mannschaft den nächsten Schritt sehen. „Wir brauchen für Freitagabend wieder einen anderen Fokus“, weiß der S04-Coach, dass sein Team wieder mehr selbst kreieren muss, als gegen den Rekordmeister: „Es wird eine ganz andere Aufgabe.“

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