Cesc Fàbregas hat mit Como einen Traumstart in die Champions League hingelegt. Beim Debüt feierte der italienische Klub einen deutlichen 4:1-Erfolg gegen RB Leipzig. Nach der Partie schwärmte der Trainer allerdings nicht nur von seiner eigenen Mannschaft, sondern fand vor allem für einen Ex-Klub lobende Worte.
Der FC Barcelona hat sein Champions-League-Auftaktspiel gegen Feyenoord Rotterdam souverän mit 5:1 gewonnen. Die Leistung der Katalanen hinterließ bei Fàbregas einen bleibenden Eindruck: „Ich habe das Spiel von Barça gesehen. Feyenoord ist eine sehr gute Mannschaft, aber Barcelona lässt selbst starke Gegner schlecht aussehen. Sie finden in jeder Situation eine Lösung“, erklärte der Spanier.
Besonders die individuelle Klasse der Barcelona-Spieler hat es dem Como-Coach angetan. Selbst gegen direkte Bewachung würden die Akteure immer wieder Lösungen finden.
„Du kannst versuchen, Spieler wie Rodri oder Pedri Mann gegen Mann zu verteidigen, aber sie finden überall Antworten. Egal, wer spielt, sie sind auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Fàbregas. Anschließend wurde er noch deutlicher: „Es ist beängstigend, das Niveau, auf dem sie momentan spielen, ist furchteinflößend.“
Dabei kennt Fàbregas den FC Barcelona aus eigener Erfahrung. Der ehemalige spanische Nationalspieler spielte von 2011 bis 2014 für die Katalanen und war anschließend unter anderem beim FC Chelsea aktiv.
Como sorgt selbst für ein Ausrufezeichen
Auch mit seiner eigenen Mannschaft hatte Fàbregas allen Grund zur Freude. Como ließ RB Leipzig beim ersten Champions-League-Auftritt weitgehend keine Chance und führte bereits zur Pause deutlich.
„Wir haben insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht. In der ersten Hälfte waren wir überragend“, bilanzierte der Trainer. Nach dem Seitenwechsel habe sein Team zwischenzeitlich Probleme auf den Außenbahnen bekommen. Darauf reagierte Fàbregas taktisch, passte das Pressing an und ließ seine Mannschaft etwas tiefer verteidigen. Die Anpassung zahlte sich aus.
Trotz des starken Auftakts warnt der Spanier jedoch davor, zu schnell in Euphorie zu verfallen. Viele seiner Spieler seien erst 20 oder 21 Jahre alt: „Man muss sie wieder ein Stück auf den Boden der Tatsachen zurückholen, denn im Fußball kann sich alles sehr schnell ändern“, erklärte Fàbregas.

Der Anschlusstreffer der Leipziger ärgerte den Como-Coach dennoch. Auf diesem Niveau könne bereits ein Fehler dafür sorgen, dass der Gegner neues Selbstvertrauen gewinnt: „In der Champions League wird jede Nachlässigkeit bestraft“, so Fàbregas.
Für den Trainer ist deshalb vor allem die Fähigkeit entscheidend, während eines Spiels auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können. Im modernen Fußball gebe es innerhalb einer Partie viele verschiedene Szenarien, die jeweils eigene Lösungen erfordern.
Como darf nach dem 4:1 damit durchaus von einer erfolgreichen Königsklassen-Saison träumen. Für Fàbregas steht allerdings fest: Wer aktuell den europäischen Fußball dominiert, ist sein ehemaliger Klub aus Barcelona.









Kommentare