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Nach nur sechs Spielen: Khedira tritt aus Nationalelf zurück
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Neth

Nach nur sechs Spielen: Khedira tritt aus Nationalelf zurück

Rani Khedira beendet seine noch junge Karriere in der tunesischen Nationalmannschaft. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Union Berlin zieht nach gerade einmal sechs Länderspielen einen Schlussstrich und macht damit Platz für die nächste Generation.

Der 32-Jährige hatte sich erst Anfang des Jahres für Tunesien entschieden. Sein Debüt feierte Khedira im März in einem Freundschaftsspiel gegen Haiti. Anschließend gehörte er auch zum Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2026.

Bei der Endrunde kam Khedira in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz. Für Tunesien verlief das Turnier allerdings ernüchternd: Die Mannschaft blieb ohne Sieg und musste bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten.

Nun hat sich Khedira, sechs Monate nach seiner Entscheidung, für Tunesien aufzulaufen, dazu entschieden, aus der Nationalmannschaft zurückzutreten.

Der Mittelfeldspieler habe „nach reiflicher Überlegung“ den Entschluss gefasst, „dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist“ um aufzuhören. Das teilte Khedira über seinen Berater mit.

Trotz der kurzen Zeit im Nationaltrikot blickt Khedira mit Stolz auf seine Karriere als tunesischer Nationalspieler: „Es war mir jedes Mal eine große Ehre, das Trikot der tunesischen Nationalmannschaft zu tragen und Tunesien auf internationaler Bühne vertreten zu dürfen. Auch wenn meine Zeit in der Nationalmannschaft vergleichsweise kurz war, habe ich großen Stolz empfunden.“

„Ich gehe mit großer Dankbarkeit. Meinen Mitspielern, dem Trainerteam, dem Verband und allen tunesischen Fußballfans wünsche ich für die Zukunft von Herzen größtmöglichen sportlichen Erfolg“, ergänzte Khedira.

Khedira macht den Weg für jüngere Generation frei

Nun möchte er nach der Weltmeisterschaft allerdings bewusst den Weg für jüngere Spieler freimachen: „Nach der Weltmeisterschaft ist nun die Zeit gekommen, den Blick nach vorn zu richten. Tunesien verfügt über viele junge und talentierte Spieler, die das Potenzial haben, die Zukunft der Nationalmannschaft erfolgreich zu gestalten.“

Der Union-Profi ist der Ansicht, dass die nächste Generation bereit ist, mehr Verantwortung zu übernehmen und den tunesischen Fußball weiterzuentwickeln. Damit endet sein Kapitel bei den „Adlern von Karthago“ nach nur sechs Einsätzen.

Khediras Weg zur tunesischen Auswahl war dabei durchaus ungewöhnlich. Der in Deutschland geborene Mittelfeldspieler war zuvor für mehrere deutsche Nachwuchsteams aktiv und hatte bereits vor der WM 2018 eine Anfrage des tunesischen Verbandes erhalten. Damals entschied er sich noch gegen einen Verbandswechsel.

Rani Khedira
Foto: IMAGO

Im Januar 2026 nahm Tunesien erneut Kontakt auf. Nationaltrainer Sabri Lamouchi wollte den erfahrenen Bundesliga-Spieler unbedingt für die Weltmeisterschaft gewinnen. Khedira sagte schließlich zu, absolvierte im März seine ersten beiden Partien für Tunesien und erfüllte sich im Sommer seinen Traum, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Nur wenige Monate später ist dieses Kapitel nun wieder beendet. Für Union Berlin bleibt Khedira dagegen weiterhin eine wichtige Führungspersönlichkeit. Der Vizekapitän geht in seine sechste Saison bei den Köpenickern und besitzt dort noch einen Vertrag bis 2027.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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