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Stevens schlägt HSV-Alarm: „Das ist eine Herkulesaufgabe“
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Stevens schlägt HSV-Alarm: „Das ist eine Herkulesaufgabe“

0:5 gegen Mainz, 0:5 in Leipzig – der HSV ist nach drei Spieltagen mit null Punkten und 0:12 Toren Tabellenletzter der Bundesliga.

Vor allem die Defensive bereitet große Sorgen und präsentiert sich um Welten wackliger als noch in der Vorsaison. Ex-HSV-Trainer Huub Stevens sieht die Hamburger deshalb vor einer gewaltigen Aufgabe. „Puh, das ist eine Herkulesaufgabe. Aber das ist nicht unmöglich“, antwortete Stevens im Bild-Gespräch auf die Frage, wie der HSV seine Abwehr wieder stabilisieren kann.

Kurzfristig neues Personal zu akquirieren, hält Stevens jedenfalls nicht für die Lösung. „Einen vertragslosen Profi zu finden, der klar besser ist als das vorhandene Personal, wäre mehr als ein Glücksfall“, erklärt der 72-Jährige. Stattdessen müsse Trainer Merlin Polzin mit den vorhandenen Spielern arbeiten und diese wieder stabilisieren.

Denn trotz der bisherigen zwölf Gegentore sieht Stevens durchaus Qualität im Kader. „Spieler wie Torunarigha, Capaldo oder Bornauw haben eine gewisse Klasse, die sie aktuell nicht abrufen können“, sagt der frühere HSV-Coach. Gerade nach zwei 0:5-Pleiten in Folge sei es nun entscheidend, dass die verunsicherten Profis wieder Selbstvertrauen bekommen.

Jordan Torunarigha
Foto: IMAGO

Stevens: HSV-Coach Polzin als Psychologe gefragt

Dabei sieht Stevens Polzin auf allen Ebenen gefordert. „In so einer Situation bist du als Trainer ein Psychologe, Vaterfigur und Vorbild für die Spieler“, sagt er. Gleichzeitig müsse der Coach die volle Rückendeckung des Vereins spüren. Trainerteam, Staff und Vorstand müssten „in jeder Sekunde hinter ihm stehen“.

Stevens selbst erlebte beim HSV bereits eine ähnliche Situation. Im Februar 2007 übernahm er die Hanseaten auf Platz 18, schaffte es nach einer überragenden Rückrunde aber noch ins internationale Geschäft. Sein Rezept für die aktuelle Krise: Ruhe bewahren, miteinander sprechen und Erfolgserlebnisse schaffen. „Man darf trotz der schlechten Resultate nicht verkrampfen“, mahnt Stevens. Angesichts der aktuellen Stimmungslage ist das eine echte Herausforderung. Aber eben keine unmögliche.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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