Jürgen Klopp sorgt mit seiner ersten Kadernominierung als Bundestrainer auch international für Aufsehen. Statt eines klassischen Aufgebots berief der 59-Jährige gleich 44 Spieler und teilte diese in zwei Gruppen auf. Die ungewöhnliche Vorgehensweise findet in den europäischen Medien viel Beachtung.
Besonders deutlich fällt die Reaktion in Spanien aus. Die Mundo Deportivo titelte: „Klopp revolutioniert Deutschland.“ Die Marca bezeichnete den ersten Kader des neuen Bundestrainers als „Wahnsinn“. Auch in anderen Ländern wird Klopps ungewöhnlicher Ansatz ausführlich thematisiert.
In England wird vor allem die Aufteilung des Kaders hervorgehoben. Der Independent sprach von einem „starken Signal“ und einem ungewöhnlichen Start in Klopps Amtszeit. Die Sun bezeichnete die Entscheidung, Kai Havertz nur für einen Teil der anstehenden Länderspiele einzuplanen, sogar als „bizarren neuen Ansatz“.
The Athletic stellte hingegen einen anderen Aspekt in den Mittelpunkt. Demnach habe Klopp seine Pressekonferenz genutzt, um für Geschlossenheit innerhalb der Nationalmannschaft zu werben.
Auch in den Niederlanden sorgt die Entscheidung für Gesprächsstoff. Voetbal sprach von einem „fulminanten Start“ mit 44 Spielern. Sportnieuws hob hervor, dass Klopp direkt seinen eigenen Weg gehe: „Bemerkenswerte Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klopp: Große Namen fehlen gegen die Niederlande. Nicht nur die Niederlande schlagen unter Xavi ein neues Kapitel auf, auch Deutschland beschreitet neue Wege. Jürgen Klopp macht sofort deutlich, dass er seinen eigenen Weg geht.“
In Serbien, wo Deutschland ebenfalls antreten wird, wird besonders die Aufteilung in zwei Mannschaften thematisiert. Sportal bezeichnete Klopps Vorgehen als „ungewöhnlichen Schachzug“: „Er berief 44 Spieler ein und stellte zwei Kader auf – Serbien gegen Deutschlands ‚zweite Mannschaft‘! Obwohl man die letztgenannte Mannschaft nicht unterschätzen sollte, da sie talentierte Spieler wie Karim Adeyemi, Aleksandar Pavlovic und Florian Wirtz in ihren Reihen hat, muss Serbiens Trainer Veljko Paunovic keine Taktik für die größten Stars des deutschen Fußballs entwickeln.“
Länderspielpause als „Labor“ für Klopp
Mozzasport schrieb: „Wir liebten ihn, als er bei Borussia Dortmund auf der Bank saß, feierten ihn, als er sich dem schwächelnden Liverpool anschloss, und formten ihn zum Star, als er ihn zurück auf den Thron holte. Doch Jürgen Klopp schafft es immer wieder, uns zu überraschen, wie heute mit seiner ersten Nominierung als Bundestrainer, kurz vor dem Spiel gegen Serbien.“
Der Schweizer Blick fasste Klopps ersten Auftritt als Bundestrainer ebenfalls als XXL-Start mit mehreren Überraschungen zusammen: Jürgen Klopp startet seine Ära beim DFB mit einem XXL-Kader und mehreren Überraschungen. 44 Spieler stehen auf seiner Liste, darunter 16 ohne A-Länderspiel. Auch bei Joshua Kimmich und im Tor setzt Klopp neue Akzente.“

In Italien verwies der Corriere dello Sport ebenfalls auf die ungewöhnliche Aufteilung des Kaders. Frankreichs Canal+ bezeichnete die lange Länderspielpause sogar als eine Art „Labor“ für Klopp: Vier Partien stehen an, dabei setzt der Bundestrainer auf zwei unterschiedliche Aufgebote.
Der österreichische Kurier ging vor allem auf eine Nicht-Nominierung ein: „Klopp verzichtet auf Undav, den er bei der WM noch spielen sehen wollte.“
Die internationalen Reaktionen zeigen damit vor allem eines: Klopps Amtsantritt beim DFB verläuft alles andere als gewöhnlich. Sein XXL-Kader und die Aufteilung auf zwei Mannschaften haben bereits vor den ersten Spielen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.









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